1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. Tölzer Löwen

Tölzer Löwen: Energieverlust zum Jahresabschluss

Erstellt:

Von: Nick Scheder

Kommentare

Tölzer-Löwen Kapitän Philipp Schlager
Unermüdlich: Kapitän Philipp Schlager kämpft bis zum Umfallen, doch gegen Heilbronn ging dem Minikader der Tölzer Löwen doch irgendwann die Luft aus. © Ewald Scheitterer

Die Tölzer Löwen schaffen es nicht, sich gegen Heilbronn zurückzukämpfen und verlieren mit 4:7.

Bad Tölz – Vier Gegentreffer im ersten Drittel, ein Torwartwechsel zu Beginn des zweiten – da kann irgendetwas nicht stimmen. Die Tölzer Löwen machten den Heilbronnern das Toreschießen zu leicht, fielen in alte Verhaltensmuster mit unnötigen Strafzeiten zurück, waren oft einen Schritt zu spät an Puck und Gegner und verloren das letzte Spiel des Jahres mit 3:7. „Wir waren platt“, räumt Trainer Kevin Gaudet ein. „Wir hatten die Chance, uns zurückzukämpfen, aber uns hat die Energie gefehlt.“

Energieverlust zum Jahresabschluss

Die Müdigkeit: kein Wunder – laufen die Löwen doch ständig mit nur zweieinhalb Reihen auf, mussten nun auch im ersten Sturm auf Tyler McNeely und in der Abwehr auf Dominik Bohac verzichten. Der Verteidigung fehlte es damit deutlich an Sicherheit. Vor allem in Überzahl zeigten sich die Gäste eiskalt. Das 0:1 durch Julian Lautenschlager nach 24 Sekunden konnten die Löwen ja noch relativ problemlos ausgleichen. Philipp Schlager stellte auf 1:1. Doch der Kapitän der Tölzer Löwen war es auch, der vier Minuten auf die Bank musste, nachdem der Ex-Tölzer Kenney Morrison Heilbronn wieder in Führung gebracht hatte. In Überzahl war jeder Schuss ein Treffer, zweimal Stefan Della Rovere erhöhte auf 4:1.

Eine vorzeitige Entscheidung? Nicht ganz. Die Löwen blieben im Spiel, weil sie ihrerseits gute Effizienz im Powerplay an den Tag legten. Geburtstagskind Cam Spiro verkürzte auf 2:4, als er halblinks vor dem Tor auf Lubor Dibelkas Pass draufhielt. Und im Mittelabschnitt kamen die Löwen sogar auf 3:4 heran. Markus Eberhardt, der durch viele gute Offensivaktionen auffiel, dafür etwas zu wenig nach hinten arbeitete, traf. Doch dann zeigte auch Josef Hölzl, der seit dem Mitteldrittel für den entnervten Jimmy Hertel zwischen die Pfosten kam, Unsicherheiten. Einen Schuss von Justin Kirsch ließ er nach vorne abprallen, Judd Blackwater drosch den Nachschuss zum 5:3 in die Maschen.

Jeden Fehler ausgenutzt

Die Löwen wirkten müde, die Fehler häuften sich. „Heilbronn hat jeden unserer Fehler ausgenutzt“, sagt Gaudet. Er wollte durch Hertels Herausnahme das Tempo ändern, Hölzl Eiszeit geben. „Jimmy weiß, er muss besser sein.“ Auch Hölzl kassierte noch zwei Treffer, beim 3:7 reagierte er kaum, als Ian Brady die Scheibe in Tölzer Powerplay verlor und Blackwater ihm den Puck nach einem Alleingang zwischen den Schonern hindurchschoss.

Den Löwen fehlte im Abschluss die Kraft, noch einmal heranzukommen. Mehr als Spiros zweiten Treffer ließen die Falken auch nicht zu.

Tölzer Löwen - Heilbronn 4:7 (2:4, 1:3, 1:0)

Tore: 0:1 (0:24) Lautenschlager (Blackwater/Fabricius, 5-4), 1:1 (2:56) Schlager (Eberhardt/Leitner), 1:2 (10:14) Morrison (Williams), 1:3 (13:19) Della Rovere (Maschmeyer/Kirsch, 5-4), 1:4 (13:33) Della Rovere (Thiel/Kirsch, 5-4), 2:4 (17:12) Spiro (Dibelka/Brady, 5-4), 3:4 (25:41) Eberhardt (Dibelka/Spiro, 5-4), 3:5 (28:52) Blackwater (Kirsch/Williams), 3:6 (31:07) Kirsch (Williams), 3:7 (12:53) Blackwater (4-5), 4:7 (53:41) Spiro (Kolb), – Strafminuten: Tölz 10, Heilbronn 12, – Schiedsrichter: Altmann/Sicorschi, – Zuschauer: nicht zugelassen.

Auch interessant

Kommentare