Max French (re.) Stürmer Tölzer Löwen, Jordan Knackstedt (li.) Topscorer Dresden.
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Kein Scheibenglück: Trotz guter Chancen verloren Max French (re.) und die Tölzer Löwen gegen Dresden – hier Topscorer Jordan Knackstedt (li.).

EISHOCKEY DEL 2: Dritte Niederlage in Folge

Kein Puckglück gegen clevere Dresdner

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Dritte Niederlage in Folge: Die Tölzer Löwen haben im Heimspiel gegen die Eislöwen Dresden kein Glück und verlieren mit 1:4.

Bad Tölz – Ohne Erfolgserlebnis kein Erfolg. Mehrere aussichtsreiche Alleingänge, drei Pfostenschüsse, gute Chancen vertändelt, Scheiben beim Abschluss versprungen: Den Tölzer Löwen fehlt derzeit tatsächlich etwas das Glück. „Kein Puckgluck“, wie Trainer Kevin Gaudet gebetsmühlenartig wiederholt. Und so kassierte seine Mannschaft mit dem 1:4 zu Hause gegenclevere Dresdner am Freitag die dritte Niederlage in Folge.

Erschöpfte Leistungsträger

Ein Spiel, das sie nicht hätten verlieren müssen. Doch sie machten nichts aus ihrer Überlegenheit, nutzten keine einzige von sechs Powerplay-Situationen, und hatten mit den Eislöwen aus Dresden eine Mannschaft zu Gast, die das andere Extrem vormachte: erstes Überzahlspiel der Gäste und gleich die Führung. Nick Huard stellte auf 1:0. „Das hat uns in die Karten gespielt“, sagt der Greilinger Trainer der Dresdner, Andreas Brockmann. „Wir sind wieder einem Rückstand hinterhergelaufen“, schimpft Gaudet.

Dabei hat er ohnehin eine gewisse Erschöpfung seiner Leistungsträger ausgemacht. Reid Gardiner, Marco Pfleger und Max French sind seit zwei Spielen ohne Scorerpunkt, Pfleger ließ sich zu einem seltenen Wortgefecht hinreißen, kassierte eine Zehn-Minuten-Strafe, und Manuel Edfelder fiel verletzt aus: Er spielte mit Unterkörperverletzung ab dem zweiten Drittel nicht mehr. Mario Lamoureux sprang für Tyler McNeely ein, der sein Comeback nach Verletzung geben sollte, aber privat verhindert ist. Doch Lamoureux ging im dritten Spiel in Reihe leer aus.

An Chancen mangelte es nicht. Die Tölzer hatten den besseren Start, bei Kenney Morrisons Geschoss fehlte nicht viel, French scheiterte an Eislöwen-Keeper Riku Helenius – wie viele Tölzer nach ihm. „Wir hatten es zum dritten Mal in Folgen mit einem starken Torhüter zu tun“, sagt Gaudet. Auch das zweite Powerplay verstrich ohne Tor. Hinter Maximilian Franzreb im Tölzer Kasten schlug es dagegen 19 Sekunden nach Beginn des Dresdner Powerplays ein. Und wenig später erhöhte Elvijs Biezais auf 2:0.

Löwen tun sich schwer mit dem Toreschießen

Die Löwen taten sich einfach schwer mit dem Toreschießen. Nur beim Angriff der dritten Sturm-Reihe kurz vor Drittelende ging es ganz schnell. Lubor Dibelka verkürzte auf 1:2. Doch das blieb der einzige Hoffnungsschimmer. Die Löwen vergaben weitere Überzahlsituationen, weitere Hochkaräter, unterlagen erneut Helenius oder den Routiniers in der Dresdner Defensive, die den Vorsprung clever verteidigten, den Jordan Knackstedt im Mitteldrittel und Nick Huard kurz vor Schluss ausbauten. Im letzten Abschnitt wollten es die Löwen noch einmal wissen. „Wir haben alles versucht“, sagt Gaudet. Aber Tölz brachte keine Scheibe im Tor unter. Es fehlte eben das „Puckgluck“.

Tölzer Löwen - Dresdner Eislöwen 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)

Tore: 0:1 (15:43) Huard (Knackstedt/Hanusch, 5-4), 0:2 (19:02) Biezais (Filin/Kramer), 1:2 (19:28) Dibelka (Schlager/Tosto), 1:3 (34:37) Knackstedt (Dotzler/Knobloch), 1:4 (58:01) Huard (Filin/Biezais), – Strafminuten: Tölz 6 + 10 (Pfleger, unsportl. Verh.), Dresden 12, – Schiedsrichter: Lukas Kohlmüller, Aleksander Polaczek.

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