Der Tölzer Stürmer Reid Gardiner (re.) bezwingt Freiburgs Keeper Enrico Salvarani.
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Die Vorentscheidung: Reid Gardiner (re.) trifft gegen Freiburgs Enrico Salvarani zum 3:1 und beendet damit eine Drangphase der Wölfe. Die Löwen schaffen mit dem 4:2 den siebten Heimsieg in Folge.

EISHOCKEY - Tölzer Löwen schlagen EHC Freiburg mit Minikader 4:2 und klettern auf Rang drei

Souverän ausgekontert

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Die Tölzer Löwen schlagen den EHC Freiburg mit einem Minikader mit 4:2 und klettern auf Rang drei in der DEL2.

Bad Tölz – Erstaunlich, wo sie die Kraft hernehmen. Mit einem nochmals geschrumpften Kader und gerade einmal zweieinhalb Sturmreihen fanden die Tölzer Löwen gegen den EHC Freiburg in die Erfolgsspur zurück. Mit starkem Spiel nach vorne, kaum Unsicherheiten in der Abwehr und gnadenlosen Kontern ließen sie den Wölfen auf die gesamte Spielzeit gesehen keine Chance, schlugen den Tabellenzweiten am Freitagabend souverän mit 4:2 und klettern auf Tabellenrang drei. „Ein super Spiel meiner Mannschaft“, freut sich Trainer Kevin Gaudet.

Tölzer Löwen schlagen EHC Freiburg mit Minikader 4:2 und klettern auf Rang drei

Neuzugang Mario Lamoureux konnte das Tölzer Team noch nicht verstärken, Markus Eberhardt fiel zusätzlich aus, sodass nur zwei komplette Offensiv-Reihen zur Verfügung standen. Lubor Dibelka und Oliver Ott sorgten für etwas Entlastung. Auch bei Freiburg fehlte der eine oder andere Leistungsträger. Beide Mannschaften starteten etwas schwerfällig. Tölz fand aber bald besser ins Spiel, verbuchte die ersten Chancen für sich. Philipp Schlager, unermüdlich, und Dibelka vergaben die besten Möglichkeiten. Manuel Edfelder, dem die Belastung der zurückliegenden kräftezehrenden Wochen kaum etwas auszumachen schien, rackerte und leitete den Tölzer Führungstreffer ein. Schlager bediente Andreas Schwarz im Slot – 1:0.

Trotzdem: ein Kraftakt. Luca Tosto, der heuer endgültig zu einem soliden DEL 2-Spieler avanciert und mit seinen jeweiligen Sturmpartnern bestens mitspielte, löste auch diesmal seine Punktgarantie ein und lieferte mit dem 2:0 Zähler 15 in Spiel 15.

Freiburg hatte Ende des ersten Drittels die Energie, das Spiel zu drehen. Und auch nach dem Anschlusstreffer – Jordan George verkürzte eiskalt nach Tölzer Scheibenverlust auf 1:2 – drängten sie auf den Ausgleich. „Da hat uns Max Franzreb mit großen Paraden im Spiel gehalten“, lobt Gaudet, der aber auch seine jungen Spieler hervorhebt. „Wahnsinn, was die 19- und 20-Jährigen leisten.“

Kraft gefunden zum Forechecking und Kontern

Die Löwen spielten es anschließend sehr souverän, fanden zur richtigen Zeit Kraft zum Forechecking und Kontern. Zwar fiel Löwen-Topscorer Max French früh im zweiten Drittel nach hohem Stock von Billich für den Rest des Abschnitts mit schmerzendem Handgelenk aus. Doch es ging auch ohne den Rothelm: Der top aufgelegte Reid Gardiner und Dibelka erhöhten auf 4:1, die Vorentscheidung.

Im Schlussabschnitt schonten die Löwen ihre Kräfte, ließen aber nichts mehr anbrennen. Freiburg fand kein Rezept gegen die Tölzer, den Wölfen fehlten die Ideen im Spielaufbau. Erst bei Billichs Anschlusstreffer zum 2:4 in Überzahl musste Franzreb noch einmal hinter sich greifen. Verkraftbar bei der Serie, immerhin war es der siebte Tölzer Heimsieg in Folge.

Tölzer Löwen - Wölfe Freiburg 4:2 (1:0, 3:1, 0:1)

Tore: 1:0 (14:48) Schwarz (Schlager/Edfelder, 5-4), 2:0 (24:49) Tosto (Pfleger/French), 2:1 (26:06) George, 3:1 (36:25) Gardiner (Schwarz/Heinzinger), 4:1 (38:47) Dibelka (Heinzinger/Pfleger), 4:2 (59:34) Billich (Hult/Kurz, 5-4), – Strafminuten: Tölz 6, Freiburg 8, – Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Markus Schütz.

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