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Tölzer Löwen: Sieg gegen Eispiraten nicht ausgeschlossen

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Von: Nick Scheder

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Tölzer Löwen: Stürmer Thomas Merl (vorne) und Verteidiger Marcus Götz
Wollen endlich wieder gemeinsam jubeln: Nach langer Verletzungspause kehrt Thomas Merl (vorne) aus dem Lazarett zurück und tritt mit Marcus Götz zum Heimspiel gegen Crimmitschau an. © Ewald Scheitterer/Archiv

Tölzer Löwen könnten mit vollerer Bank ins Spiel gegen Crimmitschau starten.

Bad Tölz – Fast schon ein Gedränge auf der Löwen-Bank: Durch die Verpflichtung von Stürmer Pascal Aquin und die Rückkehr aus dem Lazarett von Thomas Merl und Thomas Brandl bekommt Trainer Kevin Gaudet erstmals seit Langem wieder drei Sturm-Reihen aufs Eis. Oder auch nicht. Vor dem Heimspiel der Tölzer gegen die Eispiraten Crimmitschau (diesen Sonntag, 18.30 Uhr) plagte sich Löwen-Kapitän Philipp Schlager noch mit schmerzender Leiste. Weil auch Dennis Miller wieder bei seinem DEL-Club Augsburg gebraucht wird, könnte es doch wieder eng werden für drei komplette Offensiv-Linien der Löwen.

Sieg gegen Eispiraten nicht ausgeschlossen

Dabei könnten die Tölzer am Sonntag gegen die Sachsen jeden Mann gebrauchen. Für die Eispiraten Crimmitschau, den Tabellenfünften der DEL 2, hat das Jahr 2022 mit einer Siegesserie sportlich gut begonnen. „Vielleicht die Überraschungsmannschaft der Saison“, meint Gaudet. Die beiden Spiele bisher gegen die Sachsen verloren die Tölzer, mit 2:4 zu Hause und in Crimmitschau mit 2:3 nach Verlängerung. „Da haben die Eispiraten hervorragend gespielt, muss ich sagen“, lobt der Löwen-Trainer. Eine Mannschaft mit großen Verteidigern, mit dem slowenischen Nationaltorhüter Luka Gracnar als starkem Rückhalt zwischen den Pfosten. Mit ein Grund dafür, dass die Sachsen bisher mit die wenigsten Gegentore der Liga bekommen, die Spiele meist mit knappem Vorsprung gewonnen haben.

Vorne läufts nicht so recht

Dafür läuft es vorne nicht so recht. Crimmitschau hat mit die wenigsten Torerfolge unter den DEL 2-Vereinen. Unter den Topscorern der Liga findet sich lange kein Stürmer aus den Reihen der Eispiraten. Als Erster kommt Mathieu Lemay mit 29 Punkten (10 Tore/19 Vorlagen) gefolgt von den Torjägern Scott Feser (15 Treffer), André Schietzold (12) und Scott Timmins. „Die haben schon gefährliche Leute“, sagt Gaudet.

Für seine Tölzer zählt damit – wie immer – Augenmerk auf die Disziplin. Nicht nur, um Strafen zu vermeiden – die Sachsen haben ohnehin eines der schwächsten Powerplays (14,4 Prozent) im Ligavergleich –, sondern auch das Abrufen taktischer Maßgaben. Hier wird sich zeigen, wie gut die Rückkehrer und der Selber Neuzugang sich im Löwen-Rudel zurechtfinden. Gaudet freut sich auf jeden Fall darüber, dass er durch die Rückkehr von Dominik Bohac mal wieder auf fünf Verteidiger zurückgreifen kann. „Ich halte einen Sieg durchaus nicht für ausgeschlossen“, meint Gaudet. „Aber dazu sollten wir nicht mehr als zwei oder drei Gegentore bekommen.“

Torhüterposition noch offen

Wem er als Torhüter das Vertrauen gibt, war sich der Tölzer Trainer noch nicht ganz sicher, wollte es auch von dem Spiel am Freitag in Kaufbeuren abhängig machen. Von einem Konkurrenzkampf um die Nummer eins zwischen Jimmy Hertel und Josef Hölzl möchte der Tölzer Coach zwar noch nicht sprechen. „Aber wir haben jetzt so viele Spiele dicht gedrängt, da ist es auch für einen Torhüter nicht schlecht, ab und zu mal eine Pause einzulegen.“

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