Löwen-Verteidiger Andreas Schwarz (li.), Kaufbeurer (v. li.) Jan Bednar, Benedikt Hötzinger und Julian Eichinger.
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Kein Glück im Abschluss: Löwen-Verteidiger Andreas Schwarz (li.) scheitert am ESV-Bollwerk um (v. li.) Jan Bednar, Benedikt Hötzinger und Julian Eichinger.

EISHOCKEY DEL 2 - Vierte Niederlage in Serie

Tölzer Löwen im Abwärtsstrudel

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Zu viele Fehler, zu wenig Effizienz: Die 2:7-Watschn gegen Kaufbeuren ist die vierte Niederlage der Tölzer Löwen in Reihe.

Bad Tölz – Es ist das eingetreten, was sie vermeiden wollten: Ein gewisser Abwärtsstrudel. Fehlendes Selbstbewusstsein, ausbleibende Erfolgserlebnisse, fehlendes Glück im Abschluss, mangelnde Konzentration und daraus resultierende Fehler. Nach drei Niederlagen in Folge ließ sich auch die vierte nicht verhindern. Mit 2:7 wurden die Tölzer Löwen am Sonntagabend vom ESV Kaufbeuren abgewatscht.

Tölzer Löwen im Abwärtsstrudel: Vierte Niederlage in Serie

Zu viele Unsicherheiten, zu wenig Effizienz im Abschluss, schon nach gerade einmal zehn Minuten lag Tölz 0:3 zurück und hatte nie einen Zugriff auf das Spiel. Nach 1:6 vor dem Schlussdrittel bekam Hendrik Huwer im Tölzer Tor seinen ersten Saison-Einsatz, nachdem Maximilian Franzreb nicht ganz so unüberwindbar wirkte wie die Spiele zuvor. „Wenn fast jeder Fehler in ein Gegentor mündet, ist es ganz schwierig“, meint Trainer Kevin Gaudet.

An Einsatz fehlte es den Tölzer Löwen nicht, die viele Chancen hatten, bis zum Schluss kämpften, sogar in der Torschussstatistik mit 36:32 vorne lagen. Doch Fehler gab es ebenfalls einige, und die ersten beiden bestraften der starke Alexander Thiel und Fabian Koziol umgehend mit der 2:0-Führung nach kaum fünf Minuten. Die Tölzer hatten mit Manuel Edfelder (Leiste) mal wieder einen Ausfall. Es standen nur acht Stürmer zur Verfügung, auch wenn Tyler McNeely sein Comeback nach langer Verletzungspause gab. „Die Gegner wissen um unseren kleinen Kader, stellen sich darauf ein, beschäftigen uns mit Forechecking“, sagt Gaudet.

Die Folge: Viele Pässe der BUam kamen nicht an, Stellungsfehler und Scheibenverluste. Kaufbeuren war hungrig auf die Pucks und auf Tore“, sagt Gaudet. Erneut Thiel erhöhte nach gelungener Kombination auf 3:0. Oliver Otts Anschlusstreffer kurz vor der ersten Pause nach schönem Zuspiel von Maximilian Leitner brachte keine wirkliche Hoffnung. Denn im zweiten Drittel dasselbe Bild: Zu viele Unsicherheiten bei den Gastgebern, Sami Blomqvist stellte auf 4:1, bevor sich Luca Tosto vor dem eigenen Tor die Scheibe von Fabian Voit abluchsen ließ – 1:5. Spätestens mit dem nächsten Treffer des ebenfalls gut aufgelegten Ex-Löwen Joseph Lewis war die Luft raus – und Franzrebs Arbeitstag beendet.

Zu viele Chancen vergeben

Huwer hatte ein, zwei Gelegenheiten sich auszuzeichnen, bevor auch der Tölzer Ersatzkeeper im ersten Powerplay des Spiels – Leitner musste auf die Bank – hinter sich greifen musste. Immerhin auch das letzte Mal. Daniel Oppolzers 7:2 blieb das letzte Tor des Abends, nachdem Tosto seinen Fauxpas mit 2:6 ausgebügelt hatte.

„Kaufbeuren war die bessere Mannschaft“, sagt Gaudet. „Aber das Ergebnis ist etwas zu deutlich.“ Die Tölzer machten nichts aus ihren – durchaus vorhandenen – Möglichkeiten. Reid Gardiner schoss im ersten Drittel knapp am Pfosten vorbei, auch Philipp Schlager traf aus dem Slot nicht, später scheiterte Max French aus ähnlicher Position, Leitners Schlagschuss strich knapp am Gestänge vorbei. Der Löwen-Coach hatte schon im Vorfeld eine gewisse Erschöpfung bei seinen Leistungsträgern ausgemacht, die sich bestätigte.

Tölz - ESV Kaufbeuren 2:7 (1:3, 0:3, 1:1)

Tore: 0:1 (4:10) Thiel (Lammers/Hötzinger), 0:2 (4:54) Koziol (Lewis/Gracel), 0:3 (10:39) Thiel (Pfaffengut/Thomas), 1:3 (17:42) Ott (Leitner/Dibelka), 1:4 (23:27) Blomqvist (Lewis/Thiel), 1:5 (26:59) Voit, 1:6 (36:33) Lewis (Gracel/Blomqvist), 2:6 (43:19) Tosto (French/Gardiner), 2:7 (48:28) Oppolzer (Lammers/Wörle, 5-4), – Strafminuten: Tölz 4, Kaufbeuren 2, – Schiedsrichter: Martin Holzer, Erich Singaitis.

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