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Chancen gab es ja, so wie hier für Löwen-Verteidiger Andreas Schwarz , der schon an Patrick Klein vorbei war, aber die Scheibe nicht im Tor unterbringt. Doch den Tölzern fehlte es gegen Frankfurt ein wenig an Frische.

Eishockey: DEL 2

Ein Sieg war nicht möglich

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Tölzer Löwen gegen Frankfurt chancenlos: Kraft- und ideenlos bei 2:5-Niederlage. 

Bad TölzZum zweiten Mal in dieser Saison gingen die Tölzer Löwen komplett leer aus. Nach der Niederlage am Freitag in Crimmitschau mussten sie sich auch den Frankfurter Löwen gestern Abend mit 2:5 geschlagen geben. Eine wirkliche Chance auf eine größere Ausbeute hatten sie trotz 1:0-Führung nicht. „Der Sieg war diesmal nicht möglich“, räumt Trainer Kevin Gaudet ein. „Frankfurt hatte mehr Biss.“

Das ist nur eine Facette der Niederlage. Die Gäste waren komplett überlegen, kontrollierten die Partie über weite Strecken völlig unaufgeregt, hielten die etwas kraft- und ideenlos wirkenden Tölzer meist erfolgreich vom eigenen Kasten fern und gaben vor dem Tölzer Tor so lange keine Ruhe, bis die Scheibe hinter dem nicht immer tadellos haltenden Sinisa Martinovic versenkt war. Der Löwen-Goalie muss sich zumindest den Blueliner von Steven Delisle zum 1:4 und diverse Abpraller ankreiden lassen, die die Frankfurter zu Toren nutzten.

Den Tölzer Löwen war die Belastung der zurückliegenden Spiele anzumerken, als sie nur mit drei Reihen aufliefen. Kreative Aktionen nach vorne gingen fast ausschließlich von der Tölzer Paradereihe um Topscorer Marco Pfleger und Wirbelwind Max French aus. „Das erste Drittel war noch in Ordnung“, sagt Gaudet. Zwar hatte auch hier Frankfurt mehr vom Spiel und die besseren Chancen. So war die Tölzer Führung, als Pflegers Schlenzer irgendwie den Weg an Gäste-Torhüter Patrick Klein vorbei ins Tor fand, zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend. „Und im zweiten Abschnitt häuften sich bei uns die Fehler, da war eine gewisse Müdigkeit zu erkennen“, sagt der Löwen-Trainer. Auch ihre durchaus vorhandenen Möglichkeiten im Powerplay nutzten die Gastgeber zu wenig, die sogar in der Schussstatistik (29:25) die Nase leicht vorne hatten.

Aber die Frankfurter verteidigten geschickt und nutzten immer wieder die Gelegenheit zu blitzschnellen Angriffen. So dauerte es nach der ersten Pause nicht lange, bis Marius Erks Blueliner ins Tölzer Tor durchrutschte, und Martin Buchwieser im Nachschuss auf 2:1 stellte. Carter Proft stocherte die Scheibe zum 3:1 über die Linie, nachdem Martinovic Delisles Blueliner noch abgewehrt hatte. Delisles nächsten Schuss von der Blauen hätte er halten können, auch wenn der Kanadier einiges an Wucht hineinlegte und der Löwen-Goalie möglicherweise nicht ganz freie Sicht hatte.

1:4, aber so ganz aufgeben wollten sich die Tölzer auch nicht. „Wir haben uns schon wieder ins Spiel zurückgekämpft“, findet Gaudet einen positiven Aspekt. Und so war es der gerade aus dem Lazarett zurückgekehrte Tyler McNeely, der in Überzahl den Nachschuss nach Matt MacKenzies Versuch zum 2:4 verwertete. Doch nur wenig später demonstrierten die Gäste ihre Ambitionen auf die Meisterschaft in dieser Saison, als sie mit schnörkellosen Angriffszügen de Tölzer Abwehr alt aussehen ließen: David Suvanto durch die Mitte auf Martin Buchwieser, der schickte Maximilian Faber steil, der nur noch ablegen musste – 5:2, die Entscheidung.

Nach einem Wochenende ganz ohne Punkte können die Löwen nur darauf hoffen, dass der Kader bald Zuwachs in der Breite bekommt. So würden die Spieler, die ständig auf dem Eis sind, ein wenig Entlastung erhalten. Hoffnung ist durchaus in Sicht: Shawn Weller hat seine vier Spiele Sperre nach dem üblen Check in Kaufbeuren abgesessen. Und Stefan Reiter, seit der Vorbereitung verletzt, steigt am Dienstag zumindest wieder ins Mannschaftstraining ein.

Tölzer Löwen - Löwen Frankfurt 2:5 (1:0, 0:3, 1:2)

Tore: 1:0 (12:15) Pfleger (MacKenzie/McNeely, 5-4), 1:1 (25:31) Erk (Mitchell/MacAulay), 1:2 (27:31) Buchwieser (Lewandowski), 1:3 (35:55) Proft (Delisle/Lewandowski), 1:4 (43:29) Delisle (MacAulay/Ranta), 2:4 (44:19) McNeely (MacKenzie/Schwarz, 5-4), 2:5 (47:20) Faber (Buchwieser/Suvanto), – Strafminuten: Tölz 4, Frankfurt 10, – Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler, Cori Müns, – Zuschauer: 2763.

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