Lubor Dibelka Tölzer Löwen
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Kein Glück im Abschluss: Lubor Dibelka und die Tölzer Löwen gehen in Weißwasser leer aus.

EISHOCKEY DEL 2

Den Tölzer Löwen fehlen schlagende Argumente

  • VonOliver Rabuser
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Es fehlt an Spielern und Glück im Abschluss: Minikader der Tölzer Löwen verliert bei den Lausitzer Füchsen mit 1:4.

Weißwasser/Bad Tölz – So unglaublich die Tabellenführung zum Saisonauftakt auch war, sie wurde am dritten Spieltag zur Kurzgeschichte. Nach zwei Erfolgen der Vorwoche fanden die Tölzer Löwen in Weißwasser keine schlagenden Argumente, um die Siegesserie fortzusetzen. Sie unterlagen den Lausitzer Füchsen mit 1:4. „Weißwasser hatte Goalie Leon Hungerecker, wir kein Puckglück“, fasste Trainer Kevin Gaudet zusammen.

Schlagende Argumente fehlen

Dabei begann es nicht so schlecht. Tölz tauchte öfter vor Hungerecker auf, als die Lausitzer vor Marco Wölfl. „Wir hatten unsere Chancen“, bilanzierte Thomas Merl im Pauseninterview. Der wegen Neuzugang Lukas Vantuch auf die Außenposition beorderte Mittelstürmer benannte aber auch den Unterschied, der sich im Ergebnis widerspiegelte. „Weißwasser war effizienter.“

Immer wieder suchten die Füchse nach Kanälen, durch die der Puck ungehindert in Richtung Tölzer Gehäuse transportiert werden konnte. Das gelang zweimal bis zur Pause. Clarke Breitkreuz fälschte einen Blueliner am Torraum gegen die Bewegung von Wölfl unhaltbar zum 0:1 ab. Die Tölzer zeigten ihr gewohntes Tempospiel mit dem finalen Zuspiel in die Mitte, fanden aber nicht zur nötigen Präzision durch die aufmerksame Abwehr der Ostsachsen. Deren Ideen waren simpler, aber auch schnörkelloser. Paul Reiner lupfte die Scheibe gefühlvoll in Richtung Wölfl, dem die Sicht verstellt war, Peter Quenneville schnappte sich den Abstauber – 0:2. Kurz nach dem ersten Seitenwechsel realisierte Steve Hanusch mit einem Knaller in die lange Torecke das dritte Tor für die Lausitzer.

Klar, wohin die Reise des Minikaders geht

Danach war unstreitig, wohin die sportliche Reise für den kleinen Tölzer Kader gehen würde – auch Dominik Bohac musste mit Rückenproblemen daheim bleiben. Blieben 13 Feldspieler nach neun Stunden Busfahrt. Dann verpasste auch noch Thomas Brandl den Shorthander und damit den Anschlusstreffer, der Dibelka-Block ließ einen weiteren Hochkaräter aus. Passabel war indes das Tölzer Unterzahlspiel. Kurz vor Drittelende scheiterte erneut Lubor Dibelka aus spitzem Winkel.

Entschieden war die Partie, als die Buam in ihrem ersten Powerplay in einen Konter liefen, und Toni Ritter auf 0:4 stellte. Daran änderte weder der Pfostentreffer von Philipp Schlager noch das Ehrentor von Vantuch etwas. „Weißwasser hat das Spiel einfach nach Hause gebracht“, konstatierte Gaudet.

Lausitzer Füchse - Tölzer Löwen 4:1 (2:0,1:0,1:1)

Tore: 1:0 (07:55) Breitkreuz (Geibel), 2:0 (13:13) Quenneville (Reiner, Geibel), 3:0 (21:18) Hanusch (Baxmann), 4:0 (48:01) Ritter (Garlent, 4-5), 4:1 (58:48) Vantuch (Brandl, Leitner), – Strafminuten: Weißwasser 2, Tölz 8, – Schiedsrichter: Ratz/Westrich, – Zuschauer: 1677.

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