Marco Pfleger, Topscorer der Tölzer Löwen
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Da kommt noch einmal Spannung auf: Zwar gelang Marco Pfleger kurz vor Schluss in Freiburg der Anschlusstreffer zum 2:3. Doch die Tölzer Löwen mussten sich mit 2:4 geschlagen geben und tauschten mit den Wölfen Tabellenplätze.

EISHOCKEY DEL 2 - Tölz verliert Topspiel in Freiburg mit 2:4

Zehn müde Minuten rächen sich

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Die Tölzer Löwen laufen beim Topspiel in Freiburg immer einem Rückstand hinterher und verlieren mit 2:4.

Freiburg/Bad Tölz – Zweiter gegen Vierter, viel Tempo, gute Angriffe, starke Torhüter, wenig Fehler, großer Kampf: Ein gutes Spiel auf Augenhöhe in Freiburg, das die Tölzer Löwen am Sonntagabend mit 2:4 verloren geben mussten. Die Gastgeber schafften es, den etwas müden Start der Löwen auszunutzen, immer eine knappe Führung zu verteidigen. Die Löwen machten es spannend, als sie kurz vor Schluss auf 2:3 verkürzten. Doch der Sturm- und Drangphase der Tölzer erwehrten sich die Hausherren mit Händen und Füßen und einem sehr gut aufgelegten Ben Meisner im Tor. Evan Mosey machte mit dem 4:2 eine Minuten vor Schluss alles klar. „Wir haben alles gegeben, kein Vorwurf an die Mannschaft, das ist kein Beinbruch, wir haben gegen einen extrem starken Gegner verloren“, meint Löwen-Trainer Kevin Gaudet.

Zehn müde Minuten rächen sich

Das macht er an Torhüter Ben Meisner fest, vor zwei Jahren noch im Tölzer Tor, der viele Tölzer Hochkaräter entschärfte, und an Spielern wie Andreé Hult, der die ersten drei Freiburger Treffer vorbereitete. Auch den besseren Start gesteht der Löwen-Coach den Gastgebern zu. „Wir waren in den ersten zehn Minuten noch nicht so da, Freiburg war die bessere Mannschaft, war spritziger, ist verdient in Führung gegangen.“ Das 1:0 besorgte Marvin Neher. „Trotzdem war zunächst alles in Ordnung“, sagt Gaudet, weil die Löwen besser ins Spiel kamen und sofort nach Wiederbeginn durch Reid Gardiner ausglichen.

Auch personell war Tölz recht gut aufgestellt, konnte sich sogar den Luxus leisten, auf den einsatzbereiten Tyler McNeely zu verzichten – weil fünfter Kontingentspieler. Auch der beste Nachwuchsspieler der Liga, Luca Tosto, kehrte nach Verletzung zurück – und sorgte für Belebung im Spiel, hatte selbst zwei große Chancen.

„Die Scheibe tief bringen, Fehler vermeiden“, hatte Markus Eberhardt als Marschroute während des Spiels ausgegeben. Das gelang über weite Strecken. Marco Pfleger hatte nach dem 1:1 die Führung auf der Kelle, schob die Scheibe aber knapp am langen Pfosten des leeren Tors vorbei. Aber dann: „Eine dumme Strafe, und wir lagen wieder zurück“, kritisiert Gaudet. Scott Allen vollstreckte 15 Sekunden nach Beginn des ersten und einzigen Freiburger Powerplay zum 2:1. Zuvor zimmerte Jordan George die Scheibe an die Latte, als alle mit einem Pass rechneten.

Max French scheitert am Pfosten, Kenney Morrison zielt vorbei

Trotzdem blieben die Löwen im Spiel, Max French scheiterte am Pfosten, Kenney Morrison zielte bei seinem Blueliner knapp vorbei, den Rest parierte Meisner. Und kurz nach Beginn des Schlussabschnitts stellte Nick Pageau mit einem Sahneschuss ins Kreuzeck auf 3:1.

Die Buam, die später auf Verteidiger Sasa Martinovic verzichten mussten, gaben weiter alles, machten Druck, Pfleger gelang aus spitzem Winkel der erneute Anschlusstreffer. Bei Markus Eberhardts Schlagschuss-Hammer fehlten nur wenige Zentimeter zum Ausgleich, und die Löwen gaben weiter Gas. Spannend blieb es jedoch nur, bis sich Gregory Saakyan bei einem der vereinzelten Freiburger Angriffe hinter dem Tor die Scheibe schnappte, den Pass spielte, und Mosey mit dem 4:2 alles klar machte. Nach der Partie, in die die Löwen als Tabellenzweite gingen, haben die beiden Teams nun die Plätze getauscht und Tölz liegt auf Rang vier.

EHC Freiburg - Tölzer Löwen 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

Tore: 0:1 (8:54) Neher (Billich/Hult), 1:1 (20:23) Gardiner (Pfleger/French), 2:1 (35:38) Allen (Hult/Billich, 5-4), 3:1 (40:26) Pageau (Hult/Billich), 3:2 (56:10) Pfleger (Schwarz/French), 4:2 (58:59) Mosey (Saakyan/Bassen), – Strafminuten: Freiburg 2, Tölz 2, – Schiedsrichter: Marcus Brill, Aleksander Polaczek.

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