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Tölzer Löwen: Verzweifelt an Gegner und Goalie

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Von: Nick Scheder

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Pascal Aquin (re.) Töälzer LÖwen
Offensiv durchaus aktiv und mit dem Treffer zum 1:3: Doch der neue Löwen-Stürmer Pascal Aquin (re.) leistete sich auch einen Fehlpass, den die Eispiraten mit einem Tor bestraften. Tölz verlor mit 1:5. © Ewald Scheitterer

Tölzer Löwen verlieren mit 1:5 gegen Eispiraten. Trainer Kevin Gaudet: „Crimmitschau liegt uns nicht“.

Bad Tölz – Die Löwen konnten die Nebengeräusche abseits des Eises auf dem Eis nicht übertönen: Mit 1:5 mussten sie sich am Sonntagabend den Eispiraten Crimmitschau geschlagen geben. Am Einsatz hat es nicht gefehlt, aber ihnen fehlten die Mittel, um die Siegesserie der Gäste zu durchbrechen: Der Tabellenfünfte hat sieben der zurückliegenden acht Spiele gewonnen. Und Tölz hatte nie eine ernsthafte Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Auch nicht, als Neuzugang Pascal Aquin mit seinem ersten Treffer im Trikot der Tölzer zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzte. „Diese Mannschaft liegt uns einfach nicht“, sagt Löwen-Trainer Kevin Gaudet zur dritten Niederlage im dritten Saisonvergleich.

Verzweifelt an Gegner und Goalie

Die Löwen machten zu viele Fehler, erarbeiteten sich zu wenige Chancen gegen die defensivstarken Sachsen heraus, die nur selten einen geordneten Spielaufbau zuließen. Und wenn man gegen so ein Team einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen muss, sind das nicht gerade die allerbesten Voraussetzungen. „Es ist schwierig, wenn wir uns immer wieder zurückkämpfen müssen“, sagt Gaudet. „Vor allem gegen ein Team wie Crimmitschau.“

Jimmy Hertel im Tölzer Kasten war machtlos bei André Schietzolds 1:0, der die Eispiraten – von Tölz völlig alleine gelassen – nach einer schönen Bewegung mitsamt halber Drehung in Führung brachte. Vincent Schlenker erhöhte nach einem Fehlpass im Tölzer Spielaufbau auf 2:0. Den Schuss des starken Patrick Pohl wehrte Hertel noch ab. Bei Schlenkers Nachschuss war das Tor weit offen.

Die Gäste verdient vorne, die Hausherren hatten durchaus ihre Chancen. Doch sie fanden meist in Luka Gracnar ihren Meister. Der slowenische Nationaltorhüter zeigte mit Glanzparaden gegen Dominik Bohac oder Cam Spiro kurz vor Ende des ersten Drittels seine Klasse und ließ später alle weiteren Tölzer Schützen verzweifeln – auch Lubor Dibelka, der bei einem schönen Solo erst von Gracnar gestoppt wurde. Und kurz vor Schluss auch Nico Kolb, dessen Chance aus kurzer Distanz er vereitelte. „Gracnar war immer da, wenn Crimmitschau einen big save gebraucht hat“, sagt Gaudet kopfschüttelnd.

Nach dem 0:3 war die Messe gelesen

Und ab dem Mitteldrittel sei Crimmitschau ohnehin die bessere Mannschaft gewesen. Spätestens mit dem 3:0 – Schietzold vollstreckte direkt nach Pohls Bullygewinn mit seinem zweiten Treffer – war die Messe gelesen. Da änderte auch Aquins Anschlusstreffer nichts daran, weil Scott Timmins und Pohl umgehend auf 5:1 stellten.

Tölz half auch der etwas gewachsene Kader nach der Rückkehr von Thomas Merl und Thomas Brandl und Aquins Verpflichtung nicht viel. „Die müssen noch fitter werden“, sagt Gaudet. Auch Crimmitschau lief nicht in Bestbesetzung auf. Unter anderem fehlte Topscorer Mathieu Lemay. Gaudet: „Aber Crimmitschau war mutiger, ein verdienter Sieg.“

Tölz - Crimmitschau 1:5 (0:2, 0:1, 1:2)

Tore: 0:1 (9:12) Schietzold (Pohl/Schlenker), 0:2 (16:38) Schlenker (Pohl/Schietzold), 0:3 (28:40) Schietzold (Pohl, 5-4), 1:3 (47:20) Aquin (Brady(Spiro), 1:4 (49:11) Timmins (Reisnecker/Feser), 1:5 (52:28) Pohl (Schlenker), – Strafminuten: Tölz 8, Crimmitschau 8, – Schiedsrichter: Harrer/Singer.

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