Mit ihren Empty-net-Toren in der Schlussphase machten Philipp Schlager (Mi., mit Kenney Morrison) und Max French (re.) am gestrigen Montagabend den 4:2-Heimsieg der Tölzer Löwen gegen Bayreuth perfekt.
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Mit ihren Empty-net-Toren in der Schlussphase machten Philipp Schlager (Mi., mit Kenney Morrison) und Max French (re.) am gestrigen Montagabend den 4:2-Heimsieg der Tölzer Löwen gegen Bayreuth perfekt.

EISHOCKEY DEL 2

Tölzer Löwen: Zwei Treffer ins leere Netz

  • vonOliver Rabuser
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Dank einer guten Moral und mit Hilfe zweier Empty-net-Tore schlagen die Tölzer Löwen Bayreuth mit 4:2

Bad Tölz – Die Extreme könnten größer nicht sein. Nach dem fluffigen Scheibenschießen beim 7:8 in Bietigheim wurde am gestrigen Montagabend in der Tölzer Arena bis tief in die Schlussphase hinein an Toren gegeizt. Danach endete die enge DEL2-Partie gegen die Bayreuth Tigers dank zweier Empty-net-Treffer mit einem 4:2 zugunsten der Löwen.

„Was die Jungs erreicht haben, ist unglaublich“, hüllte Coach Kevin Gaudet seine Schützlinge in einen Mantel aus purem Lob. War es der vom Trainer thematisierte Kraftfaktor oder die von Christian Donbeck ins Spiel gebrachten „vielen individuellen Fehler“, die den Tölzern die Partie an Weihnachten gekostet hatten? Die erste Begegnung nach den Feiertagen gab eher dem Geschäftsführer recht. Zwar brannten die Buam in der Offensive kein Feuerwerk ab, doch kamen sie zu den deutlich besseren Möglichkeiten, lagen dementsprechend knapp aber verdient in Führung. Auch das vom Coach geforderte „protect the goalie“ nahmen sie sich zu Herzen. So direkt nach Wunsch begann die Partie eingedenk einer Strafzeit nach 27 Sekunden nicht. Aber spätestens nach dem 1:0 war das Geschehen unter Kontrolle gebracht. Andi Schwarz hatte den Puck ins Angriffsdrittel getragen, Marco Pfleger nach einer Ehrenrunde ums Tor abgezogen und Max French die Lücke zwischen Pfosten und Marco Wölfls Schoner am kurzen Eck erspäht. Reid Gardiner verpasste später einen höheren Vorsprung nur knapp.

Auch nach dem Seitenwechsel taten sich gute Gelegenheiten auf. Lubor Dibelka etwa tauchte zunächst im Duett mit Oliver Ott vor Wölfl auf, ehe er Augenblicke später alleine die Möglichkeit zum Torerfolg verstreichen ließ. Wölfl hielt stark, keine Frage. Beim Alleingang von Pfleger, der über die Seite auf ihn zuschneite, verhinderte er den Abschluss mutig mit der Kelle. Dass sein Tölzer Kollegen Maxi Franzreb ihm in Nichts nachstand, war angesichts ausbleibender Gegentore selbsterklärend. Franzreb parierte gegen Ville Järveläinen, Tyler Grond und zum Ende hin, als die Oberfranken ihre galligste Phase verbuchten, auch gegen Dani Bindels.

Früh im Schlussdrittel war die Löwen-Abwehr dann aber einmal nicht im Bilde, sodass sich die drei gefährlichsten Bayreuther zum Ausgleich kombinieren durften. Doch war der Rückschlag kein Tiefschlag. „Wir haben mit Eier gespielt“, drehte sich Gaudet das legendäre Zitat von Oliver Kahn passend zurecht. Allein die Schussqualität war lange Zeit kein wirklicher Stresstest für Wölfl. Doch in der 56. Minute zog Pfleger von links nach innen; gerade so weit, dass der Puck perfekt auf dem Schläger tanzte und dann in die Bayreuther Maschen sauste – 2:1. „Wir haben nie aufgegeben und einen starken Franzreb im Tor“, nannte der Coach die maßgeblichen Faktoren für den Erfolg. Dass die Tölzer danach gleich zwei Empty-net-Treffer benötigten um den Sieg einzutüten, war eher etwas zum Schmunzeln. Gestört hat es niemanden.

Tölzer Löwen – Bayreuth Tigers 4:2 (1:0, 0:0, 3:2)

Tore: 1:0 (10:27) French (Pfleger, Schwarz), 1:1 (42:21) Järveläinen (Gron, Kolzvary), 2:1 (55:01) Pfleger (Tosto), 3:1 (58:58) Schlager (French 5-6), 3:2 (59:23) Zimmermann (Karrer, Bindels), 4:2 (59:46) French (Schlager).

Strafminuten: Bad Tölz 6, Bayreuth 8. – Schiedsrichter: Köttsdorfer, Schadewaldt.

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