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Tölzer Mini-Kader gegen prominent besetzte Landshuter

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Von: Patrick Staar

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Kurzes Gastspiel in Bad Tölz: Die Augsburger Panther holten Förderlizenz-Stürmer Samir Kharboutli zurück in die DEL. Der 22-Jährige sammelte sechs Scorerpunkte für die Löwen.
Kurzes Gastspiel in Bad Tölz: Die Augsburger Panther holten Förderlizenz-Stürmer Samir Kharboutli zurück in die DEL. Der 22-Jährige sammelte sechs Scorerpunkte für die Löwen. © Oliver Rabuser

Vor dem Heimspiel der Tölzer Löwen gegen den EV Landshut haben die Augsburger Panther ihren Förderlizenzspieler Samir Kharboutli zurückbeordert.

Bad Tölz – So kann man sich täuschen: Vor der Saison stufte Löwen-Trainer Kevin Gaudet den EV Landshut als ganz heißen Anwärter auf den Meistertitel ein. Tatsächlich stehen die Niederbayern nach 21 Saisonspielen auf dem vorletzten Tabellenplatz in der DEL 2. Trotzdem schwant Gaudet vor dem Aufeinandertreffen am heutigen Freitag (19.30 Uhr): „Das wird ein verdammt schweres Spiel.“

Sorgen bereitet ihm vor allem die Tatsache, dass sein Kader dahinschmilzt wie Schnee bei Dauerregen. Die jüngste Hiobsbotschaft: Die Augsburger Panther beordern Förderlizenzspieler Samir Kharboutli zurück in die DEL. Da kein Verletzter in absehbarer Zeit in den Löwen-Kader zurückkehren wird, steht Gaudet nur noch ein Häuflein von vier Verteidigern und acht Stürmern zur Verfügung. „Das ist ein Witz“, grantelt der Trainer. „Die Mannschaft kommt total auf dem Zahnfleisch daher.“

Der EV Landshut wiederum hat eigentlich einen recht prominent besetzten Kader. Das Tor hütet Ex-Nationaltorhüter Dimitri Pätzold, der es auf 552 Einsätze in der DEL brachte. Bestens bekannt in Tölz ist Marco Pfleger, mit 20 Punkten Topscorer beim EVL. Eine Tölzer und Reichersbeurer Vergangenheit hat auch Julian Kornelli. Hinzu kommt Andreé Hult, den Gaudet als „Top-Ausländer“ einstuft.

Trotz allem steckt der EV Landshut mitten im Abstiegskampf. Über die Gründe will sich Gaudet keine Gedanken machen: „Ich habe hier genügend Probleme.“

Dem Landshuter Misserfolg fiel vor einem Monat Cheftrainer Leif Carlsson zum Opfer. Als Interimstrainer fungierte der Sportliche Leiter Axel Kammerer. „Wir haben die bisherigen Leistungen des Teams eingehend analysiert und mussten feststellen, dass gerade nach den Investitionen im Sommer die sportliche Entwicklung in den letzten Wochen nicht unseren Erwartungen entspricht“, begründete EVL-Spielbetriebs-Geschäftsführer Ralf Hantschke die Entscheidung. Am vergangenen Montag verpflichtete der EVL dann Heiko Vogler als Nachfolger. Der sorgte in seinem ersten Einsatz an der Bande gleich für einen Paukenschlag und gewann das Heimspiel gegen Tabellenführer Frankfurt Löwen mit 3:2. Zuvor hatte der EVL acht Pleiten am Stück hinnehmen müssen.

Gestern reagierte der Verein auf den Ausfall von Stürmer Brandon Alderson und nahmen einen weiteren Kontingentspieler unter Vertrag: Josef Mikyska. Der 27-jährige Tscheche kommt vom slowakischen Erstligisten HK Dukla Trencin und hat in Niederbayern einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. „Wir bekommen mit Josef Mikyska einen Spieler, der voll im Saft steht und uns sofort weiterhelfen wird“, wird Axel Kammerer auf der Plattform „Idowa“ zitiert. „Er hat richtig gute Skills, ist läuferisch stark und wird sicher sofort eine große Bereicherung sein.“ Von solchen Nachrichten kann Gaudet nur träumen. Er geht davon aus, dass sich frühestens in zehn Tagen die Personalsituation bessert.

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