Im Powerplay vergibt Thomas Merl (Mi.) eine der besten Chancen im ersten Drittel. Nach dem ersten Wechsel glückte ihm dann in Überzahl das 2:0.
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Im Powerplay vergibt Thomas Merl (Mi.) eine der besten Chancen im ersten Drittel. Nach dem ersten Wechsel glückte ihm dann in Überzahl das 2:0.

EISHOCKEY - TÖLZER LÖWEN

Tölzer Löwen nutzen nur einen Bruchteil ihrer Chancen, besiegen den SCR dennoch mit 5:3

  • VonOliver Rabuser
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Bad Tölz – Ein eindeutiges Ergebnis war es nur bedingt, dennoch glückte den Tölzer Löwe auch in zweiten Duell der Altmeister ein Sieg. Die Buam dominierten das Rückspiel gegen den SC Riessersee über zweieinhalb Drittel und erarbeiteten sich auch eine Reihe an hochkarätigen Möglichkeiten, nutzten aber nur einen Bruchteil davon. Am Ende war ein 5:3-Erfolg über den Erzrivalen aus dem Werdenfelser Land zu notieren.

800 Zuschauer fanden den Weg in die RSS-Arena, der Großteil von ihnen verteilte sich auf die Tölzer Fankurve und die Haupttribüne. „Da bekomme ich eine Gänsehaut“, entfuhr es Stadionsprecher Sebastian Giglberger vor dem Verlesen der Mannschaftsaufstellungen. Eine Saison lang mussten er und Mikro-Legende Dino Garasi sich mit leeren Rängen spielen.

14 Strafminuten für SCR-Rüpel Michael Knaub

Das erste Bully schnappte sich der Gast. Luca Allavena war einen Tick schneller als Tyler McNeely. Der erste Treffer gehörte dafür den Hausherren. Grant Besse setzte freistehend aus dem Slot zum Präzisionsschlenzer an – 1:0. Im Tor des SCR stand mit Mike Böhm ein alter Bekannter aus Tölzer Zeiten. An Böhms Leistung gab es nichts auszusetzen. Problemfall in den Reihen der Garmisch-Partenkirchner ist zweifellos Michael Knaub. Den Deutsch-Kanadier kennt man in Tölz aus dessen Heilbronner Zeiten bestens. Erst recht, als er weiland aufs Eis geschickt wurde, um Shawn Weller unlauter zu provozieren. Knaubs Protokoll diesmal: Eine strafbare Aktion gegen Niki Hörmann an der Bande, infolge dessen das Tölzer Eigengewächs die restliche Partie in zivil verfolgte. Ende des zweiten Abschnitts packte Knaub dann auf ein branchenübliches Haken noch zwei Unsportlichkeiten drauf und war fortan für 14 Minuten außer Gefecht.

Tolle Stafette zu Merls 2:0

Die Isarwinkler haben losgelöst vom kleinen Kader jede Menge kleiner Baustellen im Zuge des Findungsprozesses. Gleichwohl lief es auf heimischem Eis schon deutlich besser als noch in der Vorwoche. Trotz des Fehlens von Marcus Götz und Cam Spiro. Thomas Merl kam am Torraum an den Puck, nicht aber durch drei Gästeschläger hindurch.

Nach dem ersten Seitenwechsel kam Merl besser zum Zuge und netzte im Powerplay vom ersten Bully weg nach toller Stafette über Lubor Dibelka und Thomas Brandl ein. Riessersees Anschlusstreffer fußte auf einem Fauxpas in Überzahl, als man Benjamin Kronawitter das Fastbreak gewährte. Doch korrigierte Dibelka auf Zuspiel von Tom Horschel den kleinen Schaden umgehend. Erwähnenswert war auch der couragierte Auftritt von Anton Engel, der super freigespielt wurde, vor Böhm aber minimal verzog. Auch Testspieler Nico Kolb verpasste einen Hochkaräter.

Emty-net-Goal von Tyler McNeely

Besse sorgte dann früh im Schlussdrittel für die Vorentscheidung. Dachte man. Denn die unermüdlichen Werdenfelser schlugen jeweils bei Vier gegen Vier zurück, weil die Tölzer im defensiven Denken schon ein paar Prozent runtergeschaltet hatten. In der Schlusssekunde machte Tyler McNeely via Empty-net-Goal alles klar.

Tölzer Löwen – SC Ries-sersee 5:3 (1:0, 2:1, 2:2)

Tore: 1:0 (1:34) Besse (Ott, Brandl), 2:0 (22:18) Merl (Brady, Besse 5-4), 2:1 (25:53) Kronawitter (4-5), 3:1 (26:11) Dibelka (Horschel), 4:1 (47:06) Besse (Merl, Eberhardt), 4:2 (52:05) Soudek (Kronawitter, Linden), 4:3 (59:08) Linden (Allavena), 5:3 (59:59) McNeely (ENG). – Strafminuten: Bad Tölz 12, Riessersee 18 + 10 Knaub (unsportl. Verhalten). – Schiedsrichter: Andreas Flad, Daniel Kannengießer. – Zuschauer: 798.

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