Maximilian Franzreb (li.), Torhüter der Tölzer Löwen mit Manuel Edfelder
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Kein Vorbeikommen: Maximilian Franzreb (li.) hält den Tölzer Löwen den knappen Sieg in Dresden fest.

EISHOCKEY DEL 2 - 42:18 Schüsse für Dresden: Tölzer Goalie wehrt sie alle ab und hält den 1:0-Sieg fest

Franzreb bringt die Eislöwen zur Verzweiflung

  • Nick Scheder
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42:18 Schüsse für Dresden. Doch der Tölzer Goalie wehrt sie alle ab und hält den 1:0-Sieg fest.

Dresden/Bad Tölz – Die Tölzer Löwen setzen ihre Mini-Serie fort und holen bei den Dresdner Eislöwen den dritten Sieg in Reihe. Mit 1:0 setzten sie sich am Dienstagabend beim Tabellenzwölften durch, taten sich auch in etwa so schwer, wie das Ergebnis andeutet. Es war ein zerfahrenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die sich zum Ende hin aufseiten der Gastgeber stark häuften.

Doch Löwen-Keeper Maximilian Franzreb brachte Dresden zur Verzweiflung, hielt den knappen Sieg mit starken Paraden und seinem zweiten Shutout binnen vier Tagen fest. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss, hatten etwas Glück – und Max Franzreb“, sagt der Tölzer Trainer Kevin Gaudet.

Franzreb bringt die Eislöwen zur Verzweiflung

Und die Löwen hatten den besseren Start. Max French vergab allerdings Marco Pflegers feines Zuspiel genauso wie Lubor Dibelka sowie im Nachschuss Mario Lamoureux. „Wir haben gut angefangen, hätten in Führung gehen können“, meint Gaudet. Die Dresdner kamen dann allerdings auch immer besser ins Spiel, trafen die Latte oder scheiterten an Franzreb, der sich allerdings auch einmal einen seltenen Fauxpas leistete: Er lenkte sich die Scheibe fast ins eigene Tor, als er einen Abpraller mit dem Schläger in den Handschuh lupfen wollte, den Puck allerdings verfehlte, der dann haarscharf am Pfosten vorbeirollte.

Die Löwen traten nicht mit dem allerletzten Einsatz auf, auch wenn sie die meisten Bullys gewannen, gute Angriffe fuhren. Im zweiten Abschnitt gelang den Löwen die Führung, als sich Mario Lamoureux mit starkem Einsatz gegen die Dresdner Verteidigung durchsetzte und den Abschluss hinter Riku Helenius im Tor unterbrachte. „Tölz hat das sehr clever gespielt“, bescheinigt der Dresdner Coach Andreas Brockmann aus Greiling den Tölzern.

Doch im Anschluss verloren sie immer mehr den Zugriff, gerieten in Unterzahl, es wurde brenzlig vor Franzrebs Kasten. Der Ausgleich lag in der Luft, weil auch French im Powerplay – wieder gut von Pfleger in Szene gesetzt – aus kurzer Distanz scheiterte. „Wir müssen schon nach mal einen Gang hochschalten“, sagte Andreas Schwarz vor dem Schlussdrittel.

„Zum Schluss hat nur noch Dresden gespielt“

Dazu fehlte allerdings wohl eine wenig die Kraft. Es kam kaum mehr ein kontrollierter Aufbau zustande. 18:3 Torschüsse für Dresden wurden im letzten Abschnitt notiert (42:18 insgesamt). Doch Franzreb wehrte sie alle ab. Er hielt die Tölzer, die sich mehr und mehr über das Eis schleppten, mit guten Paraden im Spiel. „Zum Schluss hat nur noch Dresden gespielt“, räumt Gaudet ein. Doch mehr als ein Pfostentreffer, Kenney Morrison lenkte Jordan Knackstedts Schuss gegen das Gestänge, war nicht drin.

Auch nicht in der Dresdner Schlussoffensive, als die Hausherren ihren Torwart herausnahmen.

Dresden - Tölzer Löwen 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Tor: 0:1 (25:54) Lamoureux (Edfelder/Gardiner), – Strafminuten: Dresden 6, Tölz 6, – Schiedsrichter: Bruce Becker, Sascha Westrich.

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