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Tölzer Löwen: Torreiches Spektakel mit Bescherung

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Von: Oliver Rabuser

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Lubor Dibelka (li.)
Gewohnt treffsicher: Lubor Dibelka (li.) setzt sich gegen Alex Brückmann und den Freiburger Torhüter Luis Benzing durch und stellt auf 6:3 gegen die Wölfe. © Oliver Rabuser

Tölzer Löwen schlagen Freiburg mit 8:5, verlieren aber fürs Erste McNeely und Bohac.

Bad Tölz – Dieses Match passte perfekt zu Weihnachten. Denn es war eine gelungene Bescherung für die Tölzer Fans, die sich in Gaststätte und Logen verteilten, um das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag zu verfolgen. 13 Treffer implizieren ein nicht alltägliches Spektakel. Die Löwen bezwangen den EHC Freiburg mit 8:5, schnappten sich so den vierten Dreier in Serie, verloren allerdings fürs Erste Tyler McNeely und Dominic Bohac.

Torreiches Spektakel mit Bescherung

„Das ist so ein maximales Pech, einfach unglaublich“, versucht Kevin Gaudet seine Gefühlswelt zu sortieren. Auf der anderen Seite wiederholte er gebetsmühlenartig die ungebremste Anerkennung für sein Team. „Ich habe zuletzt oft von Stolz gesprochen, aber stolzer als ich kann man auf diese Mannschaft nicht sein“, formulierte der Coach einmal mehr ein dickes Lob an ein unermüdlich rackerndes Kollektiv.

Weit lagen Gedeih’ und Verderben zuvor nicht auseinander. Die Löwen mit der flotten 2:0-Führung, aber auch mit zwei Patzern, die der Gast aus Südbaden zu nutzen wusste. Lubor Dibelka eröffnete den Torreigen im Powerplay, indem er die Lücke zwischen Pfosten und Schoner von Wölfe-Goalie Patrik Cerveny erspähte und präzise zu nutzen wusste. Maxi Leitner legte mit starkem Solo nach, umkurvte erst den letzten Freiburger Verteidiger, dann auch noch Cerveny mit stoischer Ruhe.

Sah alles ganz gut aus, passte unter dem Strich aber nicht. Beim 2:1 wurde Jordan George trotz seines Goldhelms am entlegenen Torgestänge übersehen, dann patzte Jimmy Hertel bei Scott Allens Verlegenheitsschuss von der seitlichen Bande. Ein Trend, dessen Fortsetzung sich im zweiten Abschnitt anzudeuten schien. Ian Brady mit dem Powerplaytreffer zum 3:2, Tyson McLellan schickte den postwendenden Gleichstand hinterher.

Der große Moment der Löwen

Dann aber der große Moment der Löwen. Dibelka rundete Philipp Schlagers sensationellen Move mit dem 4:3 ab, Nico Kolb legte nur elf Sekunden später nach. Und als George gleich vier Minuten Wellness in der Kühlbox buchte, Christoph Kiefersauer zwei Minuten draufpackte, war wieder Dibelka zur Stelle – 6:3.

Allerdings kam Freiburg nach einem Gedränge am Torraum noch einmal heran. Zudem begannen die Breisgauer das Schlussdrittel in Überzahl. Und auf Tölzer Seite war McNeely mit Leistenproblemen in der Kabine verschwunden – Qualität der Blessur unklar. Tölz machte das, was in der Not angezeigt war, setzte durch Markus Eberhardt, der von der Strafbank kam, den perfekten Konter – 7:4. Doch Freiburg verkürzte und versuchte auf Anweisung von Coach Robert Hoffmann bei einer Restspielzeit von mehr als vier Minuten, noch irgendwie die Wende ohne Torhüter zu schaffen. Den Treffer aber setzte Cam Spiro. Ungefähr zu einem Zeitpunkt, als Bohac mit Knieblessur von der Spielfläche humpelte.

Tölzer Löwen - Wölfe Freiburg 8:5 (2:2, 4:2, 2:1)

Tore: 1:0 (5:57) Dibelka (Eberhardt/Schlager, 5:4), 2:0 (9:21) Dibelka (Eberhardt/Schlager), 2:1 (13:46) George (Billich/Pokorny), 2:2 (17:02) Allen (BillichGeorge), 3:2 (20:43) Brady (Schlager/Spiro), 3:3 (22:06) McLellan (Finlay/Pageau), 4:3 (28:59) Dibelka (Schlager/Götz), 5:3 (29:10) Kolb (Spiro/Miller), 6:3 (31:10) Dibelka (Schlager/Spiro, 5-3), 6:4 (36:57) McLellan (Finlay/Neher), 7:4 (42:00) Eberhardt (Spiro), 7:5 (51:50) Pageau (Finlay), 8:5 (57:24) Spiro (ENG), – Strafminuten: Tölz 10, Freiburg 14, –Schiedsrichter: Bastian Haupt/Ruben Kapzan.

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