Jozef Cierny Neuer Stürmer bei den Tölzer Löwen

Unbekannte spendieren Stürmer

Bad Tölz - Nun bekommen die Tölzer Löwen doch Verstärkung: Der 35-jährige slowakische Stürmer Jozef Cierny streift sich eventuell schon am Sonntag das Löwen-Dress über.

Dave Rich hatte fast schon abgeschlossen mit dem Thema Neuzugänge. Jetzt bekommt er im Slowaken Jozef Cierny (35) Stürmer und Routinier in Personalunion. Die Verpflichtung vollzog sich erstaunlich schnell: Am Donnerstag segnete der Beirat geschlossen Ciernys Hinzunahme ab. Eventuell debütiert der Linksaußen bereits am Sonntag gegen Passau im Löwen-Leiberl. Sein Einsatz hängt von der Abwicklung der Formalitäten ab.

Eine Hilfe für die junge Mannschaft sei der Slowake allemal, meint Rich. Die ersten Trainingseindrücke überzeugten den Coach und seinen Berater. Lenz Funk sah gleich, „der kann Eishockey spielen.“ Kein Wunder, Jozef Cierny wurde einst von den Buffalo Sabres in der zweiten Runde des Drafts auserkoren, spielte im dortigen Farmteam mit späteren NHL-Größen und machte sich hierzulande bis 2000 bei den Ice Tigers in Nürnberg einen Namen. Jetzt soll er trotz fehlender Spielpraxis möglichst schnell etwas bewirken. „Er hat Qualität und kann eine Reihe offensiver machen.“ Daniel Menge und Sepp Kottmair wurden ihm zur Seite gestellt und sollen dort auch bleiben.

Der TEG kostet der Slowake keinen Cent. „Er wäre aus unserem Etat nicht bezahlbar“, erneuerte Hans Stürzer seine Aussagen der vergangenen Wochen. Der Geschäftsführer bedankt sich bei honorigen Gönnern im Hintergrund, die für Ciernys Bezüge plus der anfallenden Nebenkosten (Transferkarte und Reindl-Pool) aufkommen. Namen wollte Stürzer keinen nennen, „es sind vier bis fünf Personen, bekannte aber auch neue Gesichter“.

Der TEG-Chef sieht die Verpflichtung des Stürmers weniger als Garant fürs Erreichen der Play-offs, als vielmehr als Reaktion auf die Lücken im Kader. Die Rückkehr von Franz Mangold verzögert sich aufgrund einer Verletzung aus dem Training, und auch Florian Strobl greift frühestens in zwei Wochen wieder ein. Dabei war Cierny keineswegs erste Wahl beim Trainer. Vor zwei Wochen waren Spieler wie Ty Morris oder Preston Mizzi auf dem Markt. Doch da fehlten die Geldgeber. Trotzdem freut sich Rich über den unverhofften Neuzugang. „Es ist eine gute Sache, auch wenn es so spät passiert ist.“

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