Formel 1: Ex-Chef Ecclestone wird zum vierten Mal Vater - Mit 89 Jahren

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Grenzenloser Jubel bei den Tölzer Löwen: Markus Eberhardt (li.) und Shawn Weller (re.) bejubeln den am Boden knieenden zweifachen Löwen-Torschützen Tyler McNeely.

EISHOCKEY DEL2

Vorweihnachtliches Tor-Feuerwerk: Die Löwen schießen sich den Frust von der Seele

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Ein Offensivspektakel verzückte die rund 3300 Zuschauer in der Tölzer Arena. Am Ende verteidigten die Löwen den 7:6-Vorsprung leidenschaftlich, ehe Max French den Puck  in den leeren Heilbronner Kasten drosch.

Bad Tölz – Die Dramaturgie war Nobelpreis-verdächtig. Und sie fiel letztlich zu Gunsten des Heimteams aus. 14 Tore, eine ordentlich gefüllte Arena, zudem endlich der lang ersehnte Sieg, der den vermaledeiten Abwärtstrend fürs Erste stoppt. „Den Sieg haben wir unbedingt gebraucht, die Mannschaft will unbedingt. Das zeigen die vielen Tore“, war Trainer Kevin Gaudet erleichtert.

Die Schwächen aus dem Kaufbeuren-Spiel sind behoben

Bad Tölz gebot dem Abwärtstrend durch seine herausragende Offensive endlich Einhalt. Das aktuell vorherrschende Kernthema ließ sich gleichwohl nicht von der Agenda löschen: Torhüter Silo Martinovic gab bei zwei bis drei Gegentreffern eine unglückliche Figur ab, auch die Verteidigung agierte abermals leichtsinnig, sie stand bisweilen zu hoch, und in wenigsten zwei markanten Fällen zu weit auseinander. Doch führten gewichtigere Faktoren zum Happy End: Zwei überragende Angriffsblöcke der Tölzer schossen sich den Frust von der Seele. Überdies zeigte Matthias Nemec im Tor der Falken nicht wirklich eine stabilere Leistung als Martinovic.

Zunächst nutzten die Gäste eine falsche Positionierung von Matt MacKenzie und Jan Bednar durch Alex Nikiforuk zum Führungstor. Tölz aber drehte die Partie noch vor der ersten Sirene durch ein unwiderstehliches Powerplay. Zuvorderst Lubor Dibelka glänzte als Vorlagengeber und Torschütze. Zum Zungeschnalzen war hierbei das 2:1, eine High-Speed-Attacke über den Deutsch-Tschechen, den Puck knallte Marco Pfleger mittels Direktabnahme in die Maschen. Bezeichnend für den Willen der Löwen: Dibelkas entschlossenes Nachschusstor zum 3:1 nach einer Vielzahl an aussichtsreichen Torannäherungen.

Dem gegenüber stand der wunde Punkt der vergangenen Wochen. Dylan Wrucks Schuss von der Seite war Martinovics erster Patzer in einer bestenfalls durchschnittlichen Partie des Schlussmanns. Den letzten Versuch der stürmischen Falken allerdings hielt der 39-Jährige fest. Sekunden vor Spielende parierte er gegen Derek Damon stark. Dazwischen lagen massive Wechselbäder der Gefühle. Heilbronn unterstrich durch Spielstärke und Scheibenbesitz den guten Tabellenplatz. Tölz hielt mit viel Einsatz und effizientem Powerplay dagegen. „Mit großem Herz gespielt“, lobte Gaudet.

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Sieben Torerfolge im Mitteldrittel, zum Großteil in kurzer Abfolge, waren allein schon ein Indiz für ein denkwürdiges Spiel. Allerdings gefielen dem Tölzer Coach die defensiven Schwächen seiner Eleven überhaupt nicht. „Die Alleingänge dürfen nicht passieren“, pickte er sich den Schwerpunkt heraus.

Wäre nach 40 Minuten ein Sieg der Tölzer absolut verdient gewesen, entschieden die Kurstädter die Partie ausgerechnet in einer Phase, als das Kräftebarometer in den roten Bereich abfiel und Heilbronn obendrein mit einem Spieler mehr auf dem Eis stand. Max French ging einer Befreiung energisch nach, erkämpfte sich die Scheibe und legte ins Zentrum zu Pfleger, der die proppenvolle Fankurve mit seinem One timer in Ekstase schoss.

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Tölzer Löwen – Falken Heilbronn 8:6 (3:1, 3:4, 1:1)

Tore: 0:1 (2:45) Nikiforuk (Miller), 1:1 (8:03) McNeely (Dibelka, Mac Kenzie 5-3), 2:1 (11:16) Pfleger (Dibelka, Gams), 3:1 (16:08) Dibelka (McNeely 5-4), 3:2 (21:56) Wruck, 3:3 (25:31) Knaub (Miller, Maginot 5-4), 4:3 (28:11) McNeely (Dibelka 5-4), 4:4 (29:11) Javlu (Schumacher), 5:4 (30:17) Mc Neely (Weller, Dibelka), 6:4 (35:32) Pfleger (MacKenzie, Schwarz), 6:5 (36:23) Gervais (Maschmeyer, Wruck), 6:6 (41:23) Gervais (Maschmeyer, Miller), 7:6 (53:25) Pfleger (French 4-5), 8:6 (59:59) French (ENG). – Strafminuten: Bad Tölz 12, Heilbronn 14. – Schiedsrichter: Daniel Kannengießer, Ruben Kapzan. – Zuschauer: 3298.

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