Zwei Tore, vier Assists: Gegen die Crimmitschauer Eispiraten wollen die Tölzer Löwen um ihren Rothelm Lubor Dibelka den zweiten Auswärtssieg landen.
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Zwei Tore, vier Assists: Gegen die Crimmitschauer Eispiraten wollen die Tölzer Löwen um ihren Rothelm Lubor Dibelka den zweiten Auswärtssieg landen.

EISHOCKEY - DEL 2

Tölzer Löwen wollen von der ersten Sekunde an wach sein

  • vonWolfgang Stauner
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Bad Tölz – Nach drei mächtigen Kalibern aus dem Schwäbischen – Ravensburg, Heilbronn und Bietigheim – und daraus resultierenden vier Punkten bekommen es die Tölzer Löwen an diesem Wochenende mit den beiden sächsischen Vertretern der DEL 2 zu tun. Am Freitag geht die Reise zu den Eispiraten nach Crimmitsch-au, am Sonntag gastieren die Lausitzer Füchse in der wee-Arena. Mit der bisherigen Punktausbeute ist Löwen-Coach Kevin Gaudet nur halbzufrieden. Vor allem die mäßigen Auftaktdrittel bereiten dem Trainer Kopfzerbrechen. „Da haben wir total gepennt. Das muss auf jeden Fall besser werden..“

Crowdfounding bringt den Eispiraten 160.000 Euro ein

Besser wollen es auch die Eispiraten machen – und zwar die ganze Saison über. Die vergangene Spielzeit verlief nämlich richtig enttäuschend für die Westsachsen. Der Lockdown im März und das damit verbundene abrupte Saisonende rettete den Tabellenvorletzten womöglich vor dem Abstieg. Allerdings rissen die fehlenden Einnahmen aus den ausbleibenden Playdowns auch ein gehöriges Loch ins Budget. Nach einer ergiebigen Crowdfounding-Aktion, die rund 160 000 Euro in die Kassen spülte, musste Geschäftsführer Jörg Buschmann immerhin noch ein Minus von 60 000 Euro verbuchen.

Elf Abgänge, sieben Neue im Kader der Eispiraten

Entsprechend verhalten fiel das Spieler-Shopping vom neuen Trainer Mario Richer im Sommer aus, nachdem elf Akteure der Oberlausitz den Rücken zugekehrt hatten. Sieben Neue schlüpfen nun ins rot-schwarze Piraten-Trikot. Unter ihnen die drei kanadischen Kontingentspieler Kelly Summers (Adirondack Thunder/ECHL), Scott Timmins (Fehervar/EBEL) und Mathieu Lemay (Sterzing Broncos). Der 25-jährige Stürmer war die Wunschverpflichtung von Richer, „Eine Rakete auf Schlittschuhen“, schwärmt der Eispiraten-Coach. Die Vorschusslorbeeren hat Lemay in den ersten vier Saisonspielen schon teilweise gerechtfertigt. Für die Scorer-Statistik hat er sechs Punkte erarbeitet; ebensoviele wie der derzeitige Tölzer Topscorer Lubor Dibelka. Ein weiterer neuer Eispirat dürfte auch im Tölzer Team bestens bekannt sein: Timo Gams, der zuvor für Ravensburg stürmte.

 „Das ist ein sehr guter Kader, und alle Ausländer sind solide.“ 

Kevin Gaudet, Trainer der Tölzer Löwen

Der Papierform nach und vom dünnen Personalkader her, dürften die Eispiraten einer der leichteren Gegner sein. Trainer Gaudet hat die Sachsen gegen Ravensburg und Dresden auf Video analysiert und ist zu dem Schluss gekommen: „Das ist ein sehr guter Kader, und alle Ausländer sind solide.“ Auch in der vergangenen Saison hatten die Löwen zumindest in zwei Spielen mehr Arbeit, als ihnen lieb sein konnte. In besonders schlechter Erinnerung hat Gaudet die Niederlage im Sahnpark behalten. 14 Sekunden vor der Schlusssirene überwand Christoph Körner Löwen-Goalie Sinisa Martinovic zum 4:3. Eng ging es ebenfalls beim ersten Heimspiel zu: Hannes Sedlmayr machte den 3:2-Overtime-Sieg perfekt.

Tölzer mit zehn Stürmern und sechs Verteidigern in Crimmitschau

Personell hat sich bei den Löwen nach nur einer Partie am vergangenen Wochenende nichts getan: Reid Gardiner hat noch Probleme mit der Leiste, Niklas Heinzinger laboriert an einer Oberköperverletzung. Somit hat Gaudet zehn Stürmer und sechs Verteidiger. „Wenn wir diesmal von der ersten Minute an wach und konzentriert sind, dann können wir Crimmitschau packen“, ist Gaudet zuversichtlich. „Ich hasse es, wenn wir nur 40 Minuten Eishockey spielen und einem dummen Rückstand nachlaufen müssen.“

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