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Bereit für die heißeste Phase der Saison: Doch die Tölzer Fans müssen auf die Play-offs verzichten. Die Saison für die Löwen in der DEL 2 ist wegen des Risikos einer Ansteckung mit dem Coronavirus vorzeitig beendet.

Eishockey

Wegen Corona: Vorzeitiges Saisonaus für die Tölzer Löwen

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Die Tölzer Löwen müssen die Saison vorzeitig ohne Play-offs beenden. Wegen des Coronavirus‘ haben die DEL 2-Vereine diese Vorsichtsmaßnahme beschlossen. 

Bad Tölz – Das ist bitter: Nie zuvor haben die Tölzer Löwen die Play-offs in der DEL 2 erreicht. Als Fünfte der Vorrunde haben sie es heuer geschafft, hätten am Freitag die Viertelfinalserie gegen die Heilbronner Falken begonnen. Doch nun macht ihnen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung: Die Liga hat bei einer Abstimmung gestern Nachmittag einstimmig entschieden, die Saison vorzeitig – also ohne die Entscheidungen in den Play-offs – zu beenden. „Das tut dem Sportlerherzen weh“, sagt ECT-Vorsitzender Hubert Hörmann. „Aber es ist die einzig praktikable Entscheidung.“

Das vorzeitige Aus sei wie eine Medaille ohne Wert für die Löwen, meint TEG-Geschäftsführer Christian Donbeck. „Es ist sehr enttäuschend, dass wir diese spannende erfolgreiche Saison ohne das Sahnehäubchen Play-offs beenden müssen. Es tut mir wahnsinnig leid für die Spieler, die Fans, das ganze Umfeld.“ Doch alles andere hätte wohl zu einem enormen Minus bei den beteiligten Vereinen geführt. Deshalb haben sich auch die Tölzer als Gesellschafter für den Beschluss ausgesprochen.

„Es gab nur zwei Möglichkeiten“, sagt Hörmann. „Entweder die Play-offs ohne Einschränkungen zu Ende spielen oder den Spielbetrieb einstellen.“ Die erste Variante ist aber zumindest in Bayern nicht möglich. Der Freistaat hat Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. „Das aber wäre eine Katastrophe für die Vereine“, sagt Donbeck. Keiner wolle vor halb- oder ganz leeren Rängen spielen.

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Play-offs vor weniger als 1000 Zuschauern oder gar Geisterspiele komplett ohne Publikum wären alles andere als kostendeckend für die Tölzer Löwen. „Totaler Wahn sinn“, sagt Hörmann. Auch die Vergabe der Tickets würde zum Problem. „Wir haben allein 2000 Dauerkarten“, gibt Hörmann zu bedenken. „Wer dürfte da ins Stadion, wer müsste draußen bleiben?“ sagt der ECT-Präsident. „Das führe im Extremfall zu Tumulten vor dem Stadion.

Auf die Spitze getrieben würde die Situation, wenn es zu Corona-Fällen innerhalb der DEL 2-Teams käme. Aktuell gebe es zum Beispiel Gerüchte über einen positiven Test bei einem Vorstandsmitglied der Lausitzer Füchse. „Dann müsste man die Mannschaft aus dem Spielbetrieb nehmen und sie gegebenenfalls ersetzen“, sagt Hörmann. „Absurd.“ Er hätte die Play-offs am liebsten laufen lassen ohne Zuschauer-Begrenzung. „Ich sehe nicht, warum 3000 Zuschauer schlimmer sind als 1000.“

Doch es ist anders gekommen. Nun müssen die Eishockey-Vereine und -Fans mit der Entscheidung leben und sich damit abfinden. Oder auch nicht. Hörmann kann Schadenersatzforderungen nicht ausschließen, die die Entscheidung nach sich ziehen könnten. Dauerkartenbesitzer, die sich um die Play-offs gebracht sehen, für die sie bezahlt haben. Oder Sponsoren, die meinen, für eine unvollständige Saison zu viel bezahlt zu haben. „Wir als Verein werden da etwas im Regen stehen gelassen“, sagt Hörmann, der eine bundesweit einheitliche Regelung in Sachen Corona vermisst.

Die Löwen müssen nun früher als geplant mit der Saison abschließen. Löhne und Gehälter für die Spieler bringen die Löwen nicht weiter in finanzielle Nöte. Sie werden in den meisten Fällen bis Saisonende gezahlt. Trotzdem bleibt ein gewisses Gefühl der Unvollkommenheit. Donbeck: „Es ist ein Schock für alle Beteiligten.“

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