Weiße Weste besudelt

- VON WOLFGANG STAUNER Bad Tölz - Zwei Spiele am Stück schwelgten Tölzer Löwen und deren Fans im siebten Eishockey-Himmel: Zwei Heimsiege am Stück hatte es nämlich bislang noch nicht gegeben. Gestern Abend besaßen nun die Freiburger Wölfe die Frechheit, die weiße ECT-Weste mit einer 3:4-Niederlage zu besudeln. Allerdings mussten sich die Buam nach der besten Saisonleistung erst im Penaltyschießen beugen. <BR>

Doch zunächst taten sie sich sehr hart gegen das Tölzer Bollwerk. Aaron Fox und Chris Lipsett kamen zwar ein paar Mal gefährlich vor den ECT-Kasten, doch Patrick Couture war jedes Mal auf dem Posten. Auf der gegenüberliegenden Seite verbrachte Wölfe-Keeper Christian Bronsard ein unaufregendes erstes Drittel. Gefahr ging kurioserweise überwiegend von der dritten und vierten Tölzer Reihe aus. Doch die größte Tormöglichkeit - ein Break von Florian Curth - ging knapp am rechten Torpfosten vorbei.<P>Ganz anders der zweite Spielabschnitt: Wieder gingen die Impulse von der dritten Reihe aus. Erst testete Morgan Warren die Haltbarkeit des Pfostens, doch 40 Sekunden später zappelte die Scheibe tatsächlich im Freiburger Netz. Das konfuse Umherirren der Gäste im eigenen Drittel nutzten die Löwen 26 Sekunden später gnadenlos aus: Andreas Kruck markierte hierbei seinen zweiten Saisontreffer. Und munter ging es weiter auf dem Eis. Mit einfachem aber effektivem Eishockey erarbeiteten sich die Buam die größeren Spielanteile. Ihr beherzter Kampf brachte die Wölfe in arge Bedrängnis. Umso überraschender fiel der Anschlusstreffer der Breisgauer Wölfe durch Nikolai Goc. Heftig protestierte Couture, der von einem Freiburger Angreifer im eigenen Torraum angeblich irregulär mit dem Schläger attackiert worden war, doch nach kurzer Diskussion erkannte Schiedsrichter Zupp, der über etliche unsaubere Aktionen der Gäste hinwegsah, den Treffer an - zurecht wie die Zeitlupe auf dem Video-Screen zeigte.<P>Waren die ersten beiden Drittel bereits überaus ansehnlich gewesen, so boten der Schlussabschnitt und die Verlängerung ein absolutes Eishockey-Schmankerl: Tölzer Kampf mit Herz gegen Freiburger Spielwitz, mit leichten Vorteilen für die Gäste, bei denen erst Petr Mares, und nach Krucks erneuter Führung, Fox ausglichen. Im Penaltyschießen hatten die Freiburger mit Mares und Fox dann aber die weitaus treffsichereren Schützen auf ihrer Seite.<P>Tölzer Löwen - Wölfe Freiburg 3:4 n. Pen. (0:0, 2:1, 1:2, 0:1). - Tore: 1:0 (24:52) Warren (Stevens), 2:0 (25:18) Kruck (F. Curth), 2:1 (37:34) Goc (Rifel), 2:2 (44:17) Mares (Zelenka, Laylin), 3:2 (46:18) Kruck (F. Curth, Mayer), 3:3 (46:55) Fox (Khaidarov, Lipsett), 3:4 (65:00) Fox (Pen.). - Strafminuten: Bad Tölz 4 + 10 (Zeller), Freiburg 6. - Schiedsrichter: Rolf Zupp (EV Duisburg). - Zuschauer: 1457.<P>

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