Gibt nie einen Puck verloren: Mittelstürmer Max French lässt gegen den EV Landshut zwar etliche Chancen liegen, ist mit seinen beiden Treffern dann aber doch maßgeblich am 5:2-Sieg beteiligt.
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Gibt nie einen Puck verloren: Mittelstürmer Max French lässt gegen den EV Landshut zwar etliche Chancen liegen, ist mit seinen beiden Treffern dann aber doch maßgeblich am 5:2-Sieg beteiligt.

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Wieder ein Sieg für die Tölzer Löwen: Trainer Gaudet ist sprachlos

  • vonOliver Rabuser
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Tölzer Löwen holen gegen den EV Landshut zweimal einen Rückstand auf und gewinnen überlegen mit 5:2

Bad Tölz – Die Frage muss erlaubt sein: Wo würde Max French spielen, wenn er seine Chancen auch in Tore ummünzen würde? Vermutlich nicht bei den Tölzer Löwen. Dort aber ist man heilfroh, einen so talentierten Künstler in den eigenen Reihen zu wissen. French ließ in den bisherigen acht Saisonspielen schon einiges an Hochkarätern liegen. Insbesondere bei Breakaways ist der Kanadier oft zu überhastet im Abschluss. Doch irgendwie schafft es der 28-Jährige dann doch, die Versäumnisse nachzuholen.

Gardiner feiert ersten Treffer im Löwen-Leiberl

Im bayerischen Derby fehlte French zunächst beim Alleingang und wenig später im Powerplay die Präzision. Beide Szenen hätten zu Tölzer Treffern führen können, Doch gerade nach zwei so unglaublichen Husarenstücken wie gegen Bad Nauheim und Ravensburg ist das Zielwasser ob der massiven Kraftanstrengung halt auch mal etwas verunreinigt. French ist das egal. Selten gibt er einen Puck oder Zweikampf vorzeitig verloren. Und so schnappte er sich das Spielgerät Mitte der Partie von einem Landshuter Schläger, bediente seinen Nebenmann Marco Pfleger und freute sich alsbald zusammen mit ihm und Reid Gardiner über dessen ersten Torerfolg im Löwen-Leiberl. In den letzten Zügen des zweiten Drittels legte French persönlich nach; zwar ungewollt und erst nach Videobeweis, aber das störte niemanden. Mit der Brust versenkte der Mittelstürmer die flankenähnliche Vorarbeit von Pfleger zur erstmaligen Führung der Isarwinkler. Davor musste das Team der Stunde stets den Landshutern nachlaufen.

Zu viele Passfehler im ersten Drittel

So fälschte Marcus Power einen Schlenzer von Stephan Kronthaler früh zum 1:0 ab. Die Buam hatten im ersten Abschnitt sichtlich Mühe mit dem Spielaufbau, mussten oft schon in der neutralen Zone abbrechen. „Zu viele Passfehler“, monierte Coach Kevin Gaudet. Neben der Doppelchance von French war Manuel Edfelders One-Timer die einzige nennenswerte Torannäherung. Dafür glich Rückkehrer Lubor Dibelka nach flottem Doppelpass mit Philipp Schlager aus. Noch einmal muckten die Niederbayern auf: mit einem Blueliner von Robin Weihager.

Max French schnappt sich den roten Helm

Dann aber kamen die Löwen mit den Toren von Gardiner und French. Und einem Luca Tosto, der allmählich zum Torschützen vom Dienst mutiert. Der 20-Jährige war das letzte Glied eines 3-2-Konters über Andi Schwarz und Pfleger. Sieben Treffer hat der Jungspund aus Reichersbeuern bereits auf dem Buckel; es fehlt nicht mehr viel zum roten Helm des Topscorers. Doch vorerst muss Tyler McNeely diese spezielle Kopfbedeckung an Max French abgeben, der sich mit 13 Scorerpunkten in der teaminternen Wertung an die Spitze geschossen hat.

Landshut war keineswegs klar unterlegen, doch letztlich auch nicht gut genug für den einmal mehr tadellosen Franzreb. „Wir hatten wieder einen Top-Goalie“, lobte Gaudet, dessen Fazit ebenso kurz wie ausdrucksstark ausfiel: „Ich bin sprachlos.“

Tölzer Löwen – EV Landshut 5:2 (0:1, 3:1, 2:0)

Tore: 0:1 (4:31) Power (Kronthaler, O’Brien), 1:1 (22:10) Dibelka (Schlager), 1:2 (29:42) Weihager (O’Brien, Busch 5-3), 2:2 (33:13) Gardiner (Pfleger, Schwarz), 3:2 (39:43) French (Pfleger), 4:2 (50:37) Tosto (Pfleger, Schwarz), 5:2 (59:14) French (Schlager ENG). – Strafminuten: Bad Tölz 8, Landshut 6. – Schiedsrichter: Altmann/Schadewaldt.

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