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Zwei Punkte eingetütet: Manuel Edfelder sorgt in Weißwasser mit seinem Treffer zum 3:2 in der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten der Tölzer Löwen. 

Eishockey: DEL2

Torhüter im Brennpunkt

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Tölzer Löwen gewinnen umkämpftes Spiel in Weißwasser mit 3:2 nach Verlängerung. 

Weißwasser/Bad Tölz– Das 2:2 nach 60 Minuten erinnerte stark an den Freitag der Vorwoche. Wieder ging es in die Verlängerung, abermals stand die Partie Spitz auf Knopf. Das war es aber auch mit der Duplizität der Ereignisse. Diesmal verbuchten die Tölzer Löwen das bessere Ende für sich. Manuel Edfelders Siegtreffer bescherte den Isarwinklern den ersten Auswärtserfolg der Saison. So gehen die Löwen als einer von vier punktgleichen Tabellenführern ins Spiel gegen Ravensburg (siehe unten).

„Was für ein Eishockeyspiel“, begann Kevin Gaudet seine Analyse mit anerkennenden Worten für sämtliche Protagonisten. „Der Sieg wäre für beide Teams verdient gewesen“, räumte der Löwen-Coach ein. Doch Tölz war in der Verlängerung den Tick entschlossener. „Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben“, führt Gaudet fort. Ausschlaggebend auch die Leistung von Silo Martinovic, der mit seinen Paraden und stoischer Ruhe zum ersten Auswärtsdreier beitrug. „Beide Torhüter waren super“, urteilt Gaudet, nachdem sich auch Weißwassers Mac Carruth einige Male wehrhaft gegen Tölzer Angreifer positionierte. Nicht von ungefähr wurden die Goalies jeweils zum Spieler des Abends gekürt.

Immer wieder stand einer von ihnen im Brennpunkt. Obgleich es nicht die Partie der ganz großen Möglichkeiten war. Das machte es für die Schlussleute umso schwieriger. Gaudet war überrascht von der anfänglichen Performance seines Teams. „Nach neun Stunden Busfahrt haben wir hervorragend gespielt; ich war überrascht von unserer Schnelligkeit und Aggressivität.“

Einzig die Torausbeute passte wie in Bayreuth nicht zur optischen Überlegenheit. Oftmals zu verspielt, kassierten die Buam in der Schlussminute unvermittelt den Nackenschlag. Clarke Breitkreutz stand alleine vor Martinovic, als hinter dem Tor clever der Pass gespielt wurde – 0:1. Die Löwen reagierten besonnen, erhöhten die Zielstrebigkeit. Als Max French Marco Pfleger auf die Reise schickte, gab es für die Lausitzer Verteidiger kein Hinterherkommen – der Peißenberger vollendete abgeklärt.

Umgekehrtes Paradoxon: Trotz des Tölzer Treffers hatten die Gastgeber plötzlich deutliche Vorteile. „Man hat gesehen, warum sie in der Vorsaison so erfolgreich waren“, anerkannte Gaudet. Ausgerechnet in Unterzahl, die die Tölzer mehrheitlich stark verteidigen, schien die Partie zugunsten der Füchse zu kippen. Martinovic konnte sich nach einer Klärungsaktion neben dem Tor nicht mehr schnell genug postieren, als Breitkreuz in Schussposition vor ihm auftauchte. Doch bracht ein flotter Angriff der Löwen den erneuten Ausgleich. Matt MacKenzie war Nutznießer eines misslungenen Back-Checkings der Füchse.

Und in der Overtime war eben jener Spieler zur Stelle, der in Tölz immer auftaucht, wenn es brennt. Stürmer, Allrounder, Verteidiger, Torschütze. Manuel Edfelder stand beim Querpass von Lubor Dibelka goldrichtig.

Lausitzer Füchse – Tölz n.V. 2:3 (1:0, 0:1, 1:1/0:1)

Tore: 1:0 (19:32) Breitkreuz (Murphy/Andres), 1:1 (26:32) Pfleger (French/Sedlmayr), 2:1 (47:47) Breitkreuz (Murphy/Jahnke, 5-4), 2:2 (53:00) MacKenzie (Dibelka/Edfelder), 2:3 (62:25) Edfelder (Dibelka/Schlager), – Strafminuten: Weißwasser 4, Bad Tölz 8, – Schiedsrichter: Stephan Bauer/Volker Westhaus, – Zuschauer: 2347.

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