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Stark Leistung auch im zweiten Saison-Einsatz: An Löwen-Ersatztorhüter Andreas Mechel (re.) lag es nicht, dass die Tölzer im Breisgau die fünfte Niederlage in Folge einfuhren. 

EIshockey: DEL 2

Das alte Leid: Wieder zu viele Strafen

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Fünfte Niederlage in Folge: Die Tölzer Löwen verlieren wegen zu vieler Strafen in Freiburg. 

Freiburg/Bad TölzDas Ungemach nimmt immer mehr Konturen an. Die Tölzer Löwen verlieren beim 3:5 in Freiburg das fünfte Spiel in Serie, rutschen in der Tabelle aus den Top-Acht und sind der Behebung ihres Disziplin-Problems keinen Schritt weiter gekommen. Bei den entscheidenden Gegentoren der in Überzahl effektiven Breisgauer saß stets ein Löwen-Spieler wegen eines überflüssigen Vergehens auf der Strafbank. „Es ist die alte Geschichte“, sagt Trainer Kevin Gaudet. Zudem sinkt die Unterzahl-Quote weiter ins Bodenlose ab. Vier Gegentore fielen im Penalty-Killing.

Den Unterschied in einem ausgeglichenen ersten Abschnitt, mit 14:8 Schüssen pro Hausherren, machte die einzige Strafzeit. Hannes Sedlmayr war wegen Beinstellens zur Zwangspause verdammt, als Niko Linsenmaier Chris Billich mit der Rückhand mustergültig bediente, und der Rückkehrer aus Dresden den Puck im Kreuzeck versenkte. Stefan Reiter und Lubor Dibelka verpassten die besten Chancen für die Isarwinkler. Andi Mechel hielt in seinem zweiten Saisonspiel nicht nur zweimal bärenstark, der Back-Up empfahl sich nachdrücklich für weitere Einsätze. „Er hat super gespielt“, lobte der Tölzer Coach.

Da passte die Beherrschung bei den Gästen noch. Torreicher lief die Partie nach der ersten Pause ab. Tölz glich im Powerplay durch Shawn Weller aus. Matt MacKenzie bewies bei der Vorarbeit eine tolle Übersicht, legte die Scheibe nach zweimaligem Antäuschen quer auf den unbewachten Weller. Freiburg aber schlug unverzüglich zurück, Jannick Herm nahm die von Lubor Dibelka abgefälschte Scheibe aus der Luft an, ehe er Mechel erfolgreich umkurvte. Etwas unverhoffter fiel der neuerliche Ausgleich der Gäste, den MacKenzie in Unterzahl besorgte: Marvin Neher fälschte mit der Hand unhaltbar für den Ex-Löwen Ben Meisner ab.

Tölz ab Seitenwechsel das bessere Team, aber ohne Not wieder im Strafzeiten-Trott. Reiters Crosscheck gegen Nick Pageau war ebenso überflüssig wie Wellers Beinstellen. Die Wölfe nutzten die doppelte Überzahl zur dritten Führung. Und sie legten den vierten Treffer drauf. Ohne Disziplin führt kein Weg aus der Krise. Entsprechend wichtig war Marco Pflegers Anschluss in der Schlussminute. Auch dieses Tor hatte seinen Ursprung in einem Powerplay, nur waren diesmal die Kurstädter begünstigt.

Im Schlussabschnitt verpasste Sedlmayr aus spitzem Winkel das leere Gehäuse, ehe Jan Bednar und Sasa Martinovic aus dem Benimm-Rahmen fielen. „Ich verstehe nicht, warum die Mannschaft nicht clever genug ist, die Strafbank zu vermeiden“, sagt Gaudet. Freiburg ließ sich abermals nicht lange bitten, traf durch Marc Wittfoth zur Vorentscheidung. Zuviel des Guten für die Löwen, die danach kaum noch in Erscheinung traten.

EHC Freiburg– Tölzer Löwen 5:3 (1:0, 3:3, 1:0)

Tore: 1:0 (11:54) Billich (Linsenmaier/Kurz, 5-4), 1:1 (25:54) Weller (MacKenzie, McNeely, 5-4), 2:1 (27:24) Herm (Spiro, Neher), 2:2 (29:58) MacKenzie (McNeely, 4-5), 3:2 (35:12) Allen (Pageau, Pither, 5-3), 4:2 (35:57), Allen (Neher/Linsenmaier, 5-4), 4:3 (38:43) Pfleger (Weller/McNeely, 5-4), 5:3 (48:16) Wittfoth (Spiro/Pither, 5-4), – Strafminuten: Freiburg 10, Bad Tölz 14 + 10 (Bednar, Check gg. Kopf/Nacken), – Schiedsrichter: Cori Müns, Alexander Singer, – Zuschauer: 2658

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