Zum Wunder fehlten Minuten

- VON HANS STAAR Bad Tölz - Eine Sensation war`s allemal, das Eishockey-Wunder blieb jedoch aus: Nach großen Kampf mussten sich die Tölzer Löwen gestern der hochfavorisierten Düsseldorfer EG erst in der Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben, wurden hernach allerdings wie Sieger gefeiert.<BR>

<P>Die Kabinenansprache von Axel Kammerer vor dem Match dauerte länger als gewöhnlich. Der Löwen-Trainer ersparte sich indessen taktische Feinheiten, sondern bemühte sich, seiner blutjungen Mannschaft den Respekt vor dem großen Gegner zu nehmen. "Für uns ist das doch das leichteteste Spiel der Saison", sagte der Coach, "weil wir wirklich nur gewinnen können." Er sollte Recht behalten.<P>Respekt ablegen, das ist leicht gesagt, wenn der Gegner Stars aufbietet wie Andrej Trefilov, der schon in der NHL gespielt hat, als einige der Tölzer noch gar nicht schlittschuhlaufen konnten. Pech, dass der Russe im DEG-Kasten von seinem Können nichts eingebüßt hat. Zugegeben, überbeschäftigt war Trefilov (ab der 30. Minute Alexander Jung) nicht gerade, aber wie er die Chancen von Rod Stevens oder Sandro Schönberger entschärfte, war schon klasse. Im Mittelpunkt stand jedoch vornehmlich sein Gegenüber, Löwen-Torwart Mark Cavallin, der eine überragende Leistung ablieferte. Spätestens als Rod Stevens im Schlussdrittel die Düsseldorfer Führung ausglich, hatten die respektlosen Löwen Kammerers Vorgabe erfüllt: Die Arena brodelte, die Fans standen hinter den Isarwinklern.<P>Das Eishockey-Wunder, das die Mehrzahl der Zuschauer herbeiflehte, fand nicht statt. Der krasse Außenseiter hatte das Star-Ensemble aus dem Rheinland zwar in die Verlängerung gezwungen, spielte mit großer Disziplin und in der Defensive mit verblüffend niedriger Fehlerquote, konnte das Tor des Tages am Ende aber nicht verhindern: Sulzer schoss, Cavallin ließ abprallen, Craig Johnson staubte ab, erzwang den "sudden victory" und ersparte den DEG Metro Stars eine faustdicke Blamage. <P>Tölzer Löwen - DEG Metro Stars 1:2 n.V. (0:0, 0:1, 0:0). - Tore: 0:1 (32:34) Pellegrims (Kathan), 1:1 (47:15) Stevens, 11:2 (63:11) Johnson (Sulzer). - Zuschauer: 2037. - Schiedsrichter: Piechatzek (Ottobrunn). - Strafminuten: Bad Tölz 12, Düsseldorf 18.<P>

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