Yasin Ehliz Stürmer derTölzer Löwen

Ehliz: "100-prozentiger Türke" im deutschen Nationalteam

Yasin Ehliz ist gebürtiger Tölzer, hat jedoch türkische Eltern. Deshalb hätte er gerne das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei am Fernseher verfolgt.

Ging aber nicht, weil er zeitgleich für die Tölzer Löwen gegen Deggendorf spielen musste. Der Tölzer Kurier sprach mit ihm über die beiden Partien.

-Bedauern Sie, dass sie das Fußball-Länderspiel nicht anschauen konnten?

Es ist Kacke, dass beide Spiele zur selben Zeit stattgefunden haben. Ich hätte mir gerne Fußball angeschaut. Aber unser Spiel war natürlich wichtiger.

-Welcher Mannschaft hätten Sie die Daumen gedrückt?

Der Türkei.

-Zu viel Prozent sind Sie Türke und zu wie viel Prozent Deutscher?

Ich bin zu hundert Prozent Türke - spiele aber für die deutsche U 20-Nationalmannschaft.

-Gibt es außer Ihnen einen Türken, der auf gehobenem Niveau Eishockey spielt?

Ich kenne Sinan Akdag, der in der vergangenen Saison für Krefeld in der DEL gespielt hat. Das dürfte aber so ziemlich der einzige sein.

-Wurden Sie oft das Länderspiel Deutschland gegen Türkei angesprochen?

Unser Co-Trainer Lenz Funk hat mit mir darüber geredet. Er hat gesagt, dass die Türkei in Berlin ein Heimspiel haben wird. Ich habe zugestimmt.

-Nun aber noch ein Wort zum Spiel der Löwen gegen Deggendorf. Sie haben ein ungewöhnliches Tor erzielt - mit einem Schlagschuss fast aus der Bandenecke. Wie haben Sie die Situation erlebt?

Es gab unmittelbar davor eine Zwei-gegen-Eins-Situation, in der Johannes Sedlmayr einen Pass zu mir gespielt hat. Da hat es mit dem Tor nicht geklappt. Da hab’ ich mir gedacht: Hau’ ich halt den zweiten Versuch rein.

-Das war eine recht selbstbewusste Aktion. Die ganze Mannschaft wirkt derzeit recht selbstbewusst.

Das Selbstvetrauen ist da. Wir wissen, dass unsere Mannschaft läuferisch brutal stark ist. Da können in der Oberliga nur wenige Mannschaften mithalten. Wir wissen, dass wir unsere Gegenspieler leicht überlaufen können. Das setzen wir sehr gut um.

Das Gespräch führte Patrick Staar

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