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Harte Bandagen: Kampf war Trumpf, so wie hier zwischen Erdings Rudi Lorenz (grün) und Andreas Schmelcher.

Eishockey – Verzahnungsrunde

2:4 – Das Schusspech der Gladiators

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
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Nach der schlechtesten Saisonleistung am Freitag in Passau zeigten die Erding Gladiators am Sonntagabend gegen Landsberg eine hervorragende Vorstellung. Allerdings gingen die Punkte wieder an den Gegner.

Erding – 60 Minuten lang gaben die Gladiators gegen Landsberg Vollgas. Nach einem 0:3-Rückstand kämpften sich die Vogl-Schützlinge noch auf 2:3 heran, unterlagen aber 2:4 (0:2, 2:1, 0:1).

Die Körpersprache der Gladiators war von der ersten Sekunde an eine ganz andere als noch am Freitag in Passau. Das Vogl-Team präsentierte sich lauf-, einsatz- und kampffreudig, erspielte sich gute Chancen. In den ersten zehn Minuten kamen die Riverkings kaum aus ihrem Drittel heraus. Nur ihr Torwart Christoph Schedlbauer hielt sie im Spiel.

Dann aber kippte die Partie in die andere Richtung. Bei der ersten Landsberger Überzahl prallte ein Pass von Thomas Fischer vom Schlittschuh von Gladiators-Verteidiger Lars Bernhardt unhaltbar ins eigene Tor zum 1:0 für die Gäste (12.). Wenige Sekunden später traf ein Landsberger nur den Pfosten, den Nachschuss ins leere Tor konnte Timo Borrmann nur mit einem Foul verhindern, so dass es die nächste Überzahl für Landsberg gab. Und im Powerplay erhöhte Bohumil Slavicek auf 2:0 (13.).

Im zweiten Drittel begannen die Gladiators ähnlich stark wie im ersten. Aber wieder scheiterten sie ein ums andere Mal an Schedlbauer, wie zum Beispiel Marco Deubler (23.) oder Lukas Krämmer (26.). Wie schon im ersten Drittel zeigten die Riverkings, wie man effektiv spielt. Einen Konter schloss Slavicek zum 3:0 ab (27.).

In der 30. Minute wanderten zwei Landsberger gleichzeitig auf die Strafbank. Und bei Fünf gegen Drei traf Philipp Michl nach perfektem Borrmann-Pass zum 1:3. In den nächsten Minuten ging es hoch her vor dem Tor der Riverkings, die mehr als einmal mit dem Glück im Bunde waren. Landsberg kam kaum mehr aus dem eigenen Drittel. Florian Zimmermann war es schließlich, der den Puck zum 2:3 unterbrachte (38.), und damit war die Partie wieder offen.

Die letzten 20 Minuten waren ein verzweifeltes Anrennen der Gladiators auf den Ausgleich. Das Landsberger Tor wurde unter Dauerfeuer genommen, die Konterchancen der Riverkings konnte man an einer Hand abzählen. Doch die Zeit lief den Gastgebern davon. Als die Erdinger alles auf eine Karte setzten, war es Dennis Neal, der 62 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor das 4:2 für Landsberg besorgte.

Statistik

Tore: 0:1 (12.) Fischer (5-4), 0:2 (13.) Slavicek (Menge/5-4), 0:3 (27.) Slavicek (Juhasz, Menge), 1:3 (30.) Michl (Borrmann, Schwarz/5-3), 2:3 (38.) Zimmermann (Krzizok, Krämmer), 2:4 (59.) Neal (Schmelcher/5-6) – Zuschauer: 750 – HSR: Sebastian Eisenhut – Strafminuten: Erding 8, Landsberg 12.

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