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Da staubt’s vor dem Bad Kissinger Tor: Der Erdinger Dominik Wagner (2. v. r.) alleine gegen die Wölfe (v. l.) Jan Haack, Eugen Nold, Jona Schneider und Christian Masel.

Eishockey

4:2 – Gladiators zähmen bissige Wölfe

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Der TSV Erding bezwingt Bad Kissingen in einer hoch dramatischen Partie.

Erding– In einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Partie haben die Erding Gladiators am Sonntagabend den EC Bad Kissingen 4:2 (0:1, 2:1, 2:0) geschlagen. Dabei hatte die Truppe von Trainer Thomas Vogl diesmal auch das nötige Quäntchen Glück.

Bei Erding fehlten der verletzte Andreas Schmelcher und der gesperrte Martin Dürr, dafür war Christin Poetzel wieder dabei. Bad Kissingen hatte alle Mann an Bord, dazu noch den kurzfristig verpflichteten Slowaken Jan Jarabek.

Beiden Teams merkte man in der Anfangsphase den gegenseitigen Respekt an. Sie agierten sehr vorsichtig, und so gab es zunächst kaum Torchancen. Die erste hatte Oliver Wawrotzki für Erding nach einer tollen Kombination, doch scheiterte er an Haack (7.). Dann wurden die Wölfe etwas aggressiver, und Andreas Gerlspeck bekam ordentlich zu tun. In der 12. Minute die erste Bad Kissinger Überzahl – und das erste Tor: Top-Torjäger Anton Seewald traf in Überzahl aus spitzem Winkel zum 1:0 für die Gäste. In der Folge versuchten die Platzherren, Druck aufzubauen, aber die Gäste agierten ruhig und abgeklärt, ganz im Stil einer Spitzenmannschaft.

So ging es zunächst im zweiten Drittel weiter. Die Gladiators machten jetzt deutlich mehr Druck, aber außer bei einer Erdinger Überzahl wurde es nie richtig gefährlich für die Wölfe. Die spielten jetzt sehr defensiv, offensichtlich um Kräfte zu sparen, und lauerten auf Konter. Unfassbar, dass den Wölfen dann ausgerechnet in Überzahl ein gravierender Fehler passierte. Dominic Canic luchste Keeper Haack hinter dem Tor den Puck ab und besorgte das 1:1 (31.). Der nächste Fehler der Bad Kissinger hätte eigentlich das 2:1 sein müssen. Ein Verteidiger spielte den Puck ohne Bedrängnis auf Philipp Michl, doch dieser schoss unbedrängt übers Tor. Das rächte sich eine Minute später, als Christian Masel zum 2:1 für die Wölfe traf (38.). Aber wiederum nur eine Minute danach der 2:2-Ausgleich, als Wawrotzki einen Krämmer-Schuss unhaltbar abfälschte.

In den letzten 20 Minuten ging es so weiter. Erding bestimmte die Partie, Bad Kissingen lauerte auf Konter. In der 48. Minute Riesenpech für die Gladiators, als Kapitän Sebastian Schwarz nur den Innenpfosten traf. Und dann wurde es dramatisch. Masel war alleine durch, doch rettete Gerlspeck mit einem Monstersave. Auf der Gegenseite machte es Christian Poetzel besser. Er schloss einen Alleingang zum 3:2 für die Gladiators ab (58.). In Überzahl traf auf der Gegenseite Kristaps Millers den Innenpfosten (59.).

Als die Kissinger dann den Torwart vom Eis nahmen, sorgte Michl sieben Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor für den 4:2-Endstand.

Statistik

Tore/Assists: 0:1 (12.) Seewald (Millers/5-4), 1:1 (31.) Canic (4-5), 1:2 (38.) Masel (Nold), 2:2 (39.) Wawrotzki (Krämmer, Spindler), 3:2 (58.) Poetzel (Canic), 4:2 (60.) Michl (Schwarz(5-6) – HSR: Tobias Wurm – Zuschauer: 530 – Strafminuten: Erding 10, Bad Kissingen 12.

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