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Zehnmal landete der Puck gestern Abend im Tor. Die Erding Gladiators trafen sechsmal. Hier bejubeln (grüne Trikots, v. l.) Lukas Krämmer, Philipp Michl und Timo Borrmann den Treffer zum 1:0, den Mathias Jeske (nicht auf dem Foto) erzielt hatte. Dorfens Torwart Kevin Yeingst, der ansonsten eine starke Partie bot, hat das Nachsehen.

Eishockey

6:4 – Gladiators ringen Eispiraten nieder

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Packender und dramatischer kann Eishockey nicht sein. Die Erding Gladiators und die Eispiraten aus Dorfen lieferten sich am Sonntagabend vor knapp 1500 Zuschauern in der Erdinger Eissporthalle ein Derby der Extraklasse.

Erding – Bis zum Schluss stand die Partie auf des Messers Schneide. Nach 60 Mi nuten verließen die Gladiators mit einem 6:4-Sieg (1:1, 3:3, 2:0) das Eis.

Bei Erding fehlten im Vergleich zum Freitag Lars Bernhardt und Konstantin Mühlbauer, bei Dorfen musste Tobias Brenninger passen. Beide Teams kannten von der ersten Sekunde an nur eine Richtung – vorwärts. Es entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau mit rasantem Tempo. Beide Torhüter – Jonas Steinmann bei den Gladiators und Kevin Yeingst bei den Eispiraten – wurden gleich warmgeschossen.

Die ersten zehn Minuten musste Hauptschiedsrichter Martin Grech das Spiel kaum unterbrechen, dann aber gab es die ersten Strafen. Die Gastgeber überstanden die erste Unterzahl unbeschadet. Dann aber mussten kurz hintereinander zwei Gäste auf die Strafbank. Und im Spiel Fünf gegen Drei traf Mathias Jeske zum 1:0 für die Gladiators (12.). Knapp vier Minuten später der Ausgleich: In Überzahl jagte Ernst Findeis den Puck unter die Latte. Zu diesem Zeitpunkt war Dorfens Top-Scorer Lukas Miculka schon nicht mehr dabei – er wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

In den nächsten Minuten bis zur Drittelpause zeigten sich die Gladiators ein wenig undiszipliniert und gingen in Unterzahl ins zweite Drittel. Das nutzten die Eispiraten aus: Nach 65 Sekunden war es Florian Brenninger, der Steinmann zum 2:1 überwand. Aber die Antwort der Gastgeber kam nur 63 Sekunden später – bei Erdinger Überzahl. Daniel Krzizok holte sich den Puck im eigenen Drittel und überraschte Yeingst mit einem Schuss ins kurze Eck über die Fanghand zum 2:2.

Es wurde weiter verbissen gekämpft, das Tempo blieb sehr hoch. Und dann lagen wieder die Erdinger vorne – nach dem fünften Überzahltor des Abends. Florian Zimmermann fälschte einen Mitternacht-Schuss unhaltbar zum 3:2 ab (33.). Die Gladiators legten nach. Nur 39 Sekunden später schlenzte Timo Borrmann den Puck zum 4:2 in den Winkel. Aber der Zwei-Tore-Rückstand beeindruckte die Eispiraten nicht. 81 Sekunden später verkürzte Florian Brenninger aus spitzem Winkel auf 3:4. Jetzt wurde es hektisch. Die Fouls und folglich auch die Strafen häuften sich. Die Gastgeber zeigten sich dabei ein wenig undisziplinierter. Und als erneut ein Erdinger auf der Strafbank saß, vollstreckte Findeis 51 Sekunden vor Drittelschluss zum 4:4.

Im dritten Drittel waren die Eispiraten eigentlich die bessere Mannschaft. Mehrfach hatten sie Überzahl, konnten diese aber nicht nutzen. Als dann bei einem Konter Philipp Michl nach tollem Borrmann-Pass allein vor dem Tor gefoult wurde, gab es Penalty, den Michl souverän zum 5:4 für die Gladiators verwandelte (51.). Und als sich Dorfen in der Schlussminute noch zwei Strafen einhandelte, stellte Michl bei Fünf gegen Drei sogar noch auf 6:4 (60.)

Statistik

Tore: 1:0 (12.) Jeske (Schwarz/5-3), 1:1 (16.) Findeis (Rauscher/5-4), 1:2 (22.) F. Brenninger (Mayer/5-4), 2:2 (23.) Krzizok (5-4), 3:2 (33.) Zimmermann (Mitternacht, Lorenz/5-4), 4:2 (34.) Borrmann (Michl), 4:3 (35.) F. Brenninger (Walhdausen), 4:4 (40.) Findeis (F. Brenninger/5-4), 5:4 (51.) Michl (Penalty), 6:4 (60.) Michl (Zimmermann, Borrmann/5-3).

Zuschauer:1450. – HSR: Martin Grech. – Strafminuten: Erding 22, Dorfen 18 + 10 (Kroner).

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