Gute Spiele, gute Laune: Erdings Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz (l.) mit EA-Redakteur Wolfgang Krzizok. F: lilpics

„Bei dieser WM ist alles möglich“

Erding - "Auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, aber bei dieser WM ist alles möglich" - der Erdinger Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz schließt einen Titelgewinn Deutschlands in Bratislava nicht aus.

Die Slowakische Republik nennt sich selbst „Hockey Republik“. Derzeit finden in Bratislava und Kosice die Eishockey-Weltmeisterschaften statt. Im Land herrscht trotz des Ausscheidens der Slowaken große Begeisterung. Bereits für das Viertelfinale qualifizier hat sich dagegen Deutschland. Mit dabei der Erdinger Felix Schütz, mit drei Treffern bislang erfolgreichster Torschütze im DEB-Team. Vor dem letzten Zwischenrunden-Spiel gegen die Tschechen (heute, 20.15 Uhr) nahm sich der 23-Jährige im Mannschaftshotel Zeit für ein Gespräch mit der Heimatzeitung.

-Herr Schütz, bekommt ihr die Euphorie mit, die in der Slowakei herrscht?

Schütz: Ja, klar. Vor allem jetzt am Wochenende war die Hölle los. Fast alle sind in Nationalfarben gekleidet, haben ein Trikot an, oder eine slowakische Fahne umhängen. Das ist wie bei uns während der Fußball-WM.

-Warum läuft es bei euch so gut?

Schütz: Das weiß ich eigentlich auch nicht so recht. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass wir ein verschworener Haufen sind und gut zusammenpassen.

- Ähnlich wie die Erding Gladiators?

Schütz (lacht): Ja, genau. Nein, im Ernst. Das was in Erding derzeit abgeht, ist echt klasse. Die Jungs haben den Aufstieg in die Oberliga auch echt verdient.

-Aber wieder zurück zur WM: Nach drei Siegen gab es aber jetzt zwei Penalty-Niederlagen mit 4:5 gegen Finnland und 3:4 gegen Dänemark.

Schütz: Gegen Finnland hatten wir wirklich Pech. Beim zweiten Tor hat der Stürmer den Puck ungewollt mit dem Kopf abgefälscht, beim 4:4 ist der Puck ganz komisch seitlich vom Tor abgeprallt, unserem Torwart Dennis Endras auf den Rücken und von da ins Tor.

- Gegen Dänemark habt ihr aber ein bisschen platt gewirkt.

Schütz: Das stimmt. Zwei Spiele an zwei Tagen kosten Kraft. Es war aber auch so, dass wir vier super Spiele abgeliefert haben. Dann war vor der Partie schon klar, dass wir das Viertelfinale erreicht haben. Da schaltest du auch mental ein wenig ab. So wie es jetzt gelaufen ist, ist das o.k., vielleicht ist so ein kleiner Dämpfer auch ganz gut, dass wir wieder ein bissl runterkommen.

-Gibt es einen Wunschgegner fürs Viertelfinale?

Schütz: Nein. Das musst du nehmen, wie es kommt.

-Nach dem Motto: Wer Weltmeister werden will, muss jeden schlagen?

Schütz: Auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, aber bei dieser WM ist alles möglich. Das siehst man an den ganzen knappen Ergebnissen. Wir werden auf alle Fälle weiter so hart arbeiten wie bisher, und dann schaun mer mal. wk

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