Die Eishalle heißt jetzt Stadtwerke Erding Arena.
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Die Eishalle heißt jetzt Stadtwerke Erding Arena.

DAS SPORTGEFLÜSTER

Wie könnte die Stadtwerke Erding Arena noch heißen?

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Puh, das ging ja noch mal gut. Die Erdinger Eishalle heißt nun Stadtwerke-Arena. Und wir hatten schon befürchtet, da mietet sich auch noch ein Optiker ein.

Andererseits sind wir aber auch ein bisserl traurig, denn wenn das Eisstadion schon einen Namen bekommt, warum dann nicht „Toni-Michl-Halle“? Es wäre eine Geste an den viel zu früh verstorbenen ehemaligen Abteilungsleiter, der dem Erdinger Eishockey so viel geopfert hat. Trainer-Legende Hans Huber, Olympiaheld Felix Schütz, Mr. Eishockey Gust Hauber – das wären Kandidaten.

Aber die Zeit für solche Vorschläge ist ungünstig. Die Rudi-Sedlmayer-Halle nennt sich ja jetzt auch „Audi Dome“. Womit wir bei der Idee sind, die einst das Erdinger Eishockey-Chefduo Karbach/Kern hatte: Namensrechte an einen Sponsoren vergeben!

Das war zum einen ein bisserl übergriffig, weil die Eishackler ja nur Mieter dieser Halle sind. Zum anderen: Wie bitte sollten wir denn das Ding taufen? Deuschl-Dome? Seeßle-Center? Chalais Scharl? Sportpalais Sparkasse? Erdinger Weißbräu-Bowl? „Die Bayerische“-Das-Eissport-Zentrum (also DBDEZ, nicht zu verwechseln mit DAZN)? Oder vielleicht auch RatajaKolosseum?

Ohne den treuen Erdinger Sponsoren nahetreten zu wollen (Danke für das Engagement!), das klingt halt nur fast so packend wie Madison Square Garden, Centre Bell oder Scandinavium. Okay, da sprechen wir jetzt von New York, Montreal und Göteborg. Das ist deshalb nicht zu vergleichen, denn die drei sind ja nicht „Die schönste Stadt der Welt“. Also auf geht’s ihr Unternehmen dieses Planeten, ihr könntet euch in Erding ein namensrechtliches Denkmal bauen. Und OB Max Gotz müsste sich nicht mehr das Gemecker anhören, dass Erding noch immer ohne H&M dasteht. Oder Zara, Gucci, Svarowski, Brioni, Ferrari. IKEA, Legoland – suchen Sie sich was aus!

Checkpoint Scharli, Ratajacuzzi, Seeßle-Späßle

Die bisherigen Sponsoren würden den neuen Mitstreiter wohlwollend aufnehmen. Zumal es ja für sie in der Halle selbst noch genügend Möglichkeiten gibt, sich zu verwirklichen. Wir nennen die Eingangskontrolle künftig „Checkpoint Scharli“, die Annehmlichkeiten im VIP-Raum „Seeßle-Späßle“ und den Kiosk „Weißbräu-Shop“. Der Wellnessbereich für die Spieler hätte einen Ratajacuzzi, und auf dem Geldautomaten prangt, wow!, der Sponsorenaufdruck: „Sparkasse“.
Wie, das ist nicht originell? Dann halt doch Plan B respektive Brillen: Apollo-Arena böte sich an. Fielmann-Fields genauso. Widmann- World, Weber-Grill (wenn das Eisstadion mal wieder zum Hexenkessel wird), Lebi-Land, proOptik-Dome, Scheere-Superdome, Geyer Giga-Dome – es gebe mehr Möglichkeiten als Dioptrien-Zahlen.

Dann also doch lieber Stadtwerke-Erding-Arena! Bliebe noch der Vorschlag „Gladiators-Arena“. Geht nicht – wäre viel zu logisch, viel zu nahe liegend.

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