Platz ist genug: die Young Gladiators beim Inlinehockey.
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Platz ist genug: die Young Gladiators beim Inlinehockey.

Eishockey

Die Erdinger Alternative heißt Parkhaus-Hockey

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Therme Erding ermöglicht Young Gladiators dreimal pro Woche Training

Erding – Badespaß und rasante Rutschpartien verbindet man mit der Erdinger Therme. Derzeit wird dort – sofern es die Inzidenzwerte zulassen – Hockey gespielt. Inlinehockey, um genau zu sein. Und natürlich auch nicht in den Schwimmbecken, sondern im Parkhaus. Man muss halt erfinderisch sein.

Coronabedingt ist die Therme derzeit gesperrt. Das dadurch leere Parkhaus stellt sie dreimal die Woche dem Erdinger Eishockeynachwuchs zur Verfügung. So können die Young Gladiators, denen wegen der Pandemie eine komplette Saison weggebrochen ist, neben dem Online-Training erstmals im Außenbereich wieder der Scheibe hinterherjagen.

Für die jungen Puckjäger ist die Therme perfekt. Das Parkhaus ist offen, aber überdacht. Der Bodenbelag eignet sich für Inliner, und das Platzangebot ist so groß, dass hier Training in Kleingruppen mit ausreichend Abstand für viele Kinder privat angeboten werden kann.

„Vorsorglich wurden alle Hygienebestimmungen ausgearbeitet, um sich auch bei diesem privaten Training an die Corona-Auflagen halten zu können“, erklärt Franz Bittel, 2. Eishockey-Abteilungsleiter des TSV Erding, der das Projekt mit dem Förderverein Eishockey Nachwuchs Erding auf die Beine stellte. „Es ist zwar für die Kinder nicht wie bei ihrer Lieblingssportart Eishockey ein Sport auf Schlittschuhen möglich, aber sie können mit Inlinern ein Stück weit wieder ihren Sport ausüben und sich über etwas Normalität freuen“, so Bittel. Die ersten Trainings mit Kindern bis 14 Jahre seien ein voller Erfolg gewesen.

Neben den Trainern und Ehrenamtlichen freute sich der TSV auch über die Unterstützung der Familie Gerst, die Toilettenanlagen des angrenzenden Wohnmobileparks zur Verfügung stellte. Zudem versorgte die Therme Erding sämtliche Kinder und Trainer mit Getränken und Traubenzucker, „was bei allen Kindern und allen erleichterten Eltern einfach nur phantastisch ankam“, so Bittel weiter. „Alle hoffen natürlich, dass auch die Therme Erding bald wieder ihre Türen öffnen kann. Das Lachen unserer Kinder und die Freude waren einfach unbezahlbar. Wenn Corona etwas Positives hat, dann, dass eine solche Hilfsbereitschaft einfach nur schön ist.“  

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