Zuschauermassen beim Derby zwischen Erding und Dorfen – darauf müssen die Fans wohl noch einige Zeit warten.
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Zuschauermassen beim Derby zwischen Erding und Dorfen – darauf müssen die Fans wohl noch einige Zeit warten.

EISHOCKEY

Ein Datum und viele Fragezeichen

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Die Bayernliga beginnt am 2. Oktober. Der Terminplan steht, aber alles andere ist unsicher.

Landkreis – Auch wenn noch nicht sicher ist, wann die neue Eishockey-Saison beginnt, so herrscht bei den Aktiven schon eine gewisse Vorfreude nach dem schweißtreibenden und bei Eishacklern so unbeliebten Sommertraining. Im Moment gibt es gewisse Szenarien und unterschiedliche Termine für den Saisonstart.

Während DEL und DEL 2 ihren Punktspielbeginn bereits in den November hinein verschoben haben und die Oberliga auf einen Start Mitte Oktober hofft, gehen die Verantwortlichen der Bayernliga davon aus, dass der Puck bereits ab 2. Oktober wieder übers Eis rutscht. So hat Eishockeyobmann Frank Butz bereits den offiziellen Spielplan für die Bayernliga-Punktrunde an die Vereine verschickt. Allerdings schränkt er ein: „Es gilt weiterhin abzuwarten, welche Empfehlungen vom Gesetzgeber zu einem Spielbetrieb ausgesprochen werden.

Die Bayerische Staatsregierung hat die Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis zum 2. September verlängert. Dabei gab es für den organisierten Sport aktuell keine weiteren Änderungen beziehungsweise Lockerungen. „Es wird selbstverständlich weiterhin mit Nachdruck an einer Lösung gearbeitet. Sobald es Änderungen gibt, werden diese umgehend an Sie weiter kommuniziert.“

Sollte am 2. Oktober, wirklich begonnen werden können, so müssen sich die Erding Gladiators gleich auf einen Hammer-Auftakt einstellen, denn es geht auf eigenem Eis gegen den amtierenden Meister TEV Miesbach, der sich zuletzt noch mit dem Landshuter DEL 2-Spieler Christoph Fischhaber verstärkt hat. Am Sonntag führt die Reise dann zum ESC Geretsried.

Der ESC Dorfen gastiert zum Auftakt beim EC Pfaffenhofen und bestreitet zwei Tage später das Heimspiel gegen Aufsteiger VfE Ulm/Neu-Ulm. Die beiden Punktspiel-Derbys haben Playoff-Charakter, denn die beiden Landkreis-Rivalen stehen sich am Freitag, 20. November, in Erding und nur zwei Tage später, am Sonntag, 22. November, zum Rückspiel in Dorfen gegenüber.

Für Samstag, 3. Oktober, um 17.15 Uhr, ist das offizielle Saison-Eröffnungsspiel zwischen dem EHC Waldkraiburg und der EA Schongau geplant. Diese Eröffnungspartie ist vergangene Saison auf Anregung der Vereine vom Verband eingeführt worden. Bei der Premiere standen sich vor über 1000 Zuschauern der HC Landsberg und die Erding Gladiators gegenüber. Im Moment schwer vorstellbar, dass eine solche Kulisse bei der derzeitigen Corona-Lage überhaupt erlaubt sein könnte.

Überhaupt gibt es noch keine Vorgaben vom Verband, was ein einheitliches Hygienekonzept betrifft. Im Moment tüfteln alle Vereine vor sich hin, um Richtlinien für ihr jeweiliges Stadion auszuarbeiten. Der ESC Dorfen zum Beispiel hat Hygienekonzepte für den Trainings- und Spielbetrieb sowie für die Gastmannschaften schon jetzt zum Download auf seiner Homepage bereitgestellt.

Geisterspiele sind vom Verband zumindest angedacht, aber für viele Clubs sicherlich keine Option. An der Maskenpflicht für Zuschauer und die entsprechenden Abstände wird wohl kaum ein Weg vorbeiführen.

Auch personalisierte Eintrittskarten werden empfohlen, das heißt, man kann sich die Tickets online ausdrucken, wie es die Erding Gladiators schon seit zwei Jahren anbieten, oder man muss beim Kauf an der Stadionkasse ein Formular ausfüllen. Fraglich ist auch noch, ob ein Kioskverkauf in der Halle zulässig ist, oder ob er nur vor der Halle gestattet ist.

Es gibt also noch sehr viele Fragezeichen. Dennoch müssen sich die Teams vorbereiten und davon ausgehen, dass sie pünktlich in die Saison starten. Beim ESC Dorfen und dem neuen Trainer Franz Steer läuft alles reibungslos, in der vereinseigenen Halle steht rechtzeitig Eis zur Verfügung.

Probleme gibt es dagegen bei den Erding Gladiators, bei denen sich die Eisbereitung in der Stadtwerke-Arena – so der künftige Name – um mindestens drei Wochen bis Ende September verzögert (wir berichteten). Das würde bedeuten, dass die Truppe von Trainer Thomas Vogl quasi ohne richtige Vorbereitung in die Saison startet. Aber vielleicht verzögert sich der Punktspiel-Auftakt ja sowieso, was den Erding Gladiators unter den gegebenen Umständen vielleicht gar nicht so Unrecht wäre.

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