Endstation Ashton: In dieser Szene rettet Erdings Torwart mit Glück gegen Freiburgs David Appel. Foto: Herkner

Am Ende sind die Wölfe stärker

Erding - 60 Minuten lang haben die Erding Gladiators am Freitagabend gegen den EHC Freiburg aufopferungsvoll gekämpft, aber letztlich hat es nicht gereicht: Die Gäste gewannen das Oberliga-Spiel 5:3 (1:1, 3:2, 1:0).

Bei den Gladiators war überraschend Florian Brenninger mit im Kader - trotz gequetschter Finger. „I bin a Eishackler und koa Fuaßballer“, lautete sein lapidarer Kommentar.

Bereits nach 20 Sekunden die erste umstrittene Situation, als nach einem Schuss von Chris Cahill der Puck vom hinteren Gestänge zurücksprang, und während die Erdinger auf Tor reklamierten, ließ der Schiedsrichter weiterlaufen. Prompt kam Freiburg in der 3. Minute zum 1:0 durch Patrick Vozar, der ziemlich frei stand. Die Gladiators zeigten sich aber keineswegs geschockt, spielten weiter nach vorne und hatten Pech bei einem Lattenschuss von Ales Jirik (8.).

Dann aber zeigten die Wölfe aus dem Breisgau, warum sie auf Rang zwei stehen. Hinten waren sie gut gestaffelt, um dann blitzschnell zu kontern. So wie in der 16. Minute, als David Appel Erdings Torwart Patrick Ashton tunnelte, aber der Puck am Tor vorbeirutschte. Freiburgs Keeper Christoph Mathis konnte sich anschließend gegen Christian Poetzel und Daniel Krzizok auszeichnen, ehe Appel erneut an Ashton scheiterte. Dann aber hatte Erding Überzahl, Verteidiger Sebastian Schwarz wuchtete die Hartgummischeibe von der blauen Linie in Richtung Tor, und Alex Gantschnig fälschte zum 1:1 ins Freiburger Netz ab (19.).

Der zweite Abschnitt begann turbulent. In Überzahl brachte Milos Vavrusa Freiburg in Führung (22.), in Überzahl glich Florian Engel aus (24.). Dann wurde es erst einmal ruppig, mit vielen kleinen Handgreiflichkeiten und folglich auch vielen Strafen. Und als Freiburg zwei Mann mehr auf dem Eis hatte, traf Vozar aus spitzem Winkel zum 3:2 (27.). Das muntere Torschießen in Überzahl ging aber noch weiter. In der 33. Minute glich Schwarz bei Fünf gegen Vier zum 3:3 aus. Ärgerlich aus Erdinger Sicht war die erneute Gästeführung zum 4:3 durch Steven Billich nach einem haarsträubenden Abwehrfehler (38.).

Im Schlussdrittel wurde die Partie noch verbissener geführt. Die Gladiators warfen alles nach vorne, die Wölfe setzten ihre ganze Routine dagegen. Und als Erding dann den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, traf Billich 35 Sekunden vor Schluss zum 5:3 für Freiburg ins leere Tor.

Statistik

Tore: 0:1 (3.) Vozar (Appel), 1:1 (19.) Gantschnig (Schwarz, Cahill/5-4), 1:2 (22.) Vavrusa (Wiecki, N. Linsenmaier/5-4), 2:2 (24.) Engel (Zimmermann, Rische/5-4), 2:3 (27.) Vozar (Kunz/5-3), 3:3 (33.) Schwarz (Jirik, Gantschnig/5-4), 3:4 (38.) Billich (N. Linsenmaier, Wiecki), 3:5 (60.) Billich (5-6). - HSR: Stefan Franz. - Zuschauer: 550. - Strafminuten: Erding 16 + 10 (Mitternacht) + 10 (Engel), Freiburg 14 + 10 (Brückmann).

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