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Voller Einsatz im Kampf um die Scheibe: Erdings Philipp Michl (l.) behauptet den Puck im Zweikampf.

Zufrieden mit dem Auftakt-Wochenende

Erdings „alte Hasen“ machen den Unterschied

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Erst eine Niederlage in Landsberg, dann ein 9:2 zu Hause gegen Königsbrunn. Die Gladiators können zufrieden sein mit ihrem Auftaktwochenende in der Bayernliga.

Erding – Zwei vorzügliche Leistungen haben die Erding Gladiators zum Saisonauftakt geboten. War die Darbietung beim 2:3 in Landsberg schon sehr gut, so setzte die Truppe von Trainer Thomas Vogl beim 9:2-Heimsieg gegen Königsbrunn noch einen drauf.

Trotzdem war der Coach nicht ganz zufrieden. „Es war ein sehr gutes Bayernligaspiel, sehr schnell und sehr intensiv“, sagte Vogl in der Pressekonferenz nach dem Landsberg-Spiel. „Letztlich waren es nur Nuancen, die den Ausschlag gegeben haben.“ Im Schlussdrittel habe sein Team bei einer 2:1-Führung „zu viele dumme Fouls kassiert“ – in Überzahl machte Landsberg aus dem 1:2 ein 3:2. Auf der anderen Seite habe seine Mannschaft in Überzahl „nicht energisch und nicht clever genug agiert“.

Gegnerischer Torwart lässt Erdinger verzweigeln

Sein Gegenüber Fabio Carciola hob aber explizit seinen jungen Torwart David Blaschta heraus, der die Erdinger zur Verzweiflung gebracht hatte: „Was der gehalten hat, war der Wahnsinn.“

Am Sonntag gegen Königsbrunn lagen die Gladiators schnell 0:2 hinten. „Wir wussten, wie Erding spielt, und nach dem 2:0 wollten wir kein Gegentor im ersten Drittel kassieren“, erklärte EHC-Trainer Peter Schedlbauer. „Aber wenn dann plötzlich alle ein Tor schießen wollen, geht das natürlich schief.“ Nach dem 1:2 sei die Partie gekippt, das zweite Drittel ging 5:0 an die Gladiators. „Erding hat lauter alte Hasen, die wissen ganz einfach, wo die Scheibe hinkommt“, stellte er fest.

Kein Funkkontakt zwischen Onkel und Neffe

Angesprochen auf seinen Neffen Christoph, der das Gladiators-Tor hütet, sagte Peter Schedlbauer: „Heute war Funkstille. Wir haben uns nicht mal Glück gewünscht.“ Der EHC-Coach lobte seinen Neffen. „Wenn du ihm nicht gleich drei, vier Tore einschenkst, dann wird er immer besser – er ist ein sehr emotionaler Typ.“

Vogl sagte, dass Christoph Schedlbauer „eine brutale Bereicherung für unsere Mannschaft ist“. Mit dem ersten Drittel sei er nicht zufrieden gewesen. Der zweite Abschnitt sei dann „seit Langem das beste Drittel gewesen, das wir gespielt haben. Da haben wir Tore geschossen, die wir sonst so nicht schießen.“ Und dennoch hätte Königsbrunn herankommen können, „aber unser Torwart hat im entscheidenden Moment riesen Saves hingelegt“. Im Schlussdrittel habe es sein Team schleifen lassen. Vogl: „So schlecht wie wir in der Vorbereitung waren, so gut haben wir jetzt gespielt.“

Am Wochenende ist„Derby-Time“, mit dem Heimspiel am Freitag gegen Klostersee und der Auswärtspartie am Sonntag in Dorfen. „Mein Ziel sind ganz klar sechs Punkte, wie immer“, so Vogl selbstbewusst. „Mit allem drunter bin ich nicht zufrieden.“

Wolfgang Krzizok

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