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Verwandelte den entscheidenden Penalty: Rudi Lorenz.

Eishockey-Bayernliga

Penaltysieg: Gladiators schnappen Blackhawks zwei Punkte weg

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Was für eine Dramatik. Eine großartige Moral haben die Erding Gladiators am Freitagabend bei den Passau Blackhawks bewiesen.

Passau/Erding – Immer wieder steckten sie Rückschläge weg und holten sich zwei Punkte beim 6:5-Sieg nach Penaltyschießen (0:2, 3:1, 2:2; 1:0).

Die Blackhawks zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie zu den Top-Favoriten der Liga gehören und setzten die Gladiators unter Druck. Dann zeigten die Passauer, warum sie eine Powerplay-Quote von sagenhaften 89 Prozent haben. Petr Sulcik überwand Christoph Schedlbauer zum 1:0 (9.). In der Folge konnten die Gäste die Partie einigermaßen ausgeglichen gestalten. Kurz vor Drittelschluss hatten die Gladiators Überzahl. Doch nach einem katastrophalen Scheibenverlust konterten die Blackhawks wie aus dem Bilderbuch, und Jan Sybek schloss zum 2:0 ab – 40 Sekunden vor der Pausensirene.

Gladiators-Trainer Vogl stellte die Reihen ein wenig um, was sich auszahlen sollte. Zunächst aber erhöhte Sybek 57 Sekunden nach Wiederanpfiff auf 3:0, ehe dann nur noch die Gladiators spielten. Begünstigt auch dadurch, dass sich die Passauer mehr mit dem Schiedsrichtergespann beschäftigten als mit dem Gegner. So waren die Erdinger nach zwei Überzahltoren von Rudi Lorenz (25.) und Florian Zimmermann (34.) plötzlich auf 2:3 herangekommen.

Aufregung in der 39. Minute, als Dominik Schindlbeck voll in Erdings Torwart Schedlbauer hineinfuhr. Nach dem anschließenden Handgemenge gab es gegen Schindlbeck und Geiger bei Passau sowie Dürr und Lorenz bei Erding 2 + 2 + 10 Minuten. Vom anschließenden Bully weg dauerte es genau acht Sekunden, bis Zimmermann das 3:3 besorgte.

Und Zimmermann war es auch, dem zu Beginn des Schlussdrittels ein echtes Kabinettstückchen gelang, als er bei zweifacher Unterzahl zum 4:3 für Erding traf (44.). Aber noch in der gleichen Überzahl glich Florian Fischer zum 4:4 aus. Jetzt marschierten fast nur noch Erdinger Spieler auf die Strafbank. Allerdings waren fünf Mann auf dem Eis, als Sulcik die 5:4-Führung für Passau besorgte (52.). Aber die Gladiators bäumten sich noch einmal auf, und in der 57. Minute fälschte Lars Bernhardt einen Dürr-Schuss zum 5:5 ab. Nach torloser Verlängerung war es Lorenz, der mit seinem Treffer den Zusatzpunkt im Penaltyschießen sicherte.  

Statistik

Tore/Assists: 1:0 (9.) Sulcik (Geiger, Grapentine/5-4), 2:0 (20.) Sybek (Kreuzer/4-5), 3:0 (21.) Sybek (Feilmeier), 3:1 (25.) Lorenz (Spindler, Wawrotzki/5-4), 3:2 (34.) Zimmermann (Schwarz, Michl/5-4), 3:3 (39.) Zimmermann (Schwarz/5-4), 3:4 (44.) Zimmermann (Schwarz, Waldhausen/3-5), 4:4 (44.) Fischer (Platonow, Müller/5-4), 5:4 (52.) Sulcik (Pilz), 5:5 (57.) Bernhardt (Dürr), 5:6 Lorenz (P) – HSR: Alain Kretschmer – Zuschauer: 808 – Strafminuten: Passau 28 + 10 + 10 (Geiger) +  10 + 10 (Schindlbeck), Erding 24 + 10 (Lorenz) + 10 + 10 (Dürr).

wk

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