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Voll einspreizen mussten sich die Erdinger um Dominic Canic (r.), hier im Zweikampf mit Leonhard Zink.

Eishockey-Bayernliga

4:1 – Erdinger Rumpftruppe gelingt faustdicke Überraschung

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Mit einem Fünf-Punkte-Wochenende der Erding Gladiators haben wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet.

Peißenberg/Erding – Nachdem die Erding Gladiators am Freitag nur mit einer Riesenportion Glück 4:3 nach Verlängerung gegen Peißenberg gewinnen konnten, hat die Truppe von Trainer Thomas Vogl das Rückspiel am Sonntagabend mit 4:1 Toren (2:0, 0:0, 2:1) für sich entschieden.

Es war eine Erdinger Rumpftruppe, die sich am Sonntagnachmittag auf den Weg nach Peißenberg machte. Zu den erkrankten beziehungsweise verletzten Andreas Schmelcher, Lars Bernhardt, Philipp Spindler und Oliver Wawrotzki gesellte sich auch noch Sebastian Lachner, sodass Trainer Thomas Vogl nicht einmal mehr drei komplette Blöcke zur Verfügung hatte.

Doch die Gladiators zeigten eins ihrer besten Auswärtsspiele. In der 10. Minute ein perfekter Konter: Stefan Groß verwertete ein Zuspiel von Martin Dürr zum 1:0 und freute sich über seinen ersten Saisontreffer. Fünf Minuten später durfte auch Passgeber Dürr sein erstes Saisontor bejubeln: Er stocherte den Puck aus dem Gewühl heraus zum 2:0 ins Netz.

Dazwischen hatte die Erdinger Defensive Schwerstarbeit zu verrichten. Die Peißenberger hatten einige gute Möglichkeiten. Einmal landete der Puck an der Latte, ein anderes Mal jubelten die Gastgeber bereits, doch bekam Gladiators-Torwart Christoph Schedlbauer, der einmal mehr eine überragende Leistung bot, den Puck wenige Zentimeter vor der Linie noch zu fassen. Die Erdinger konnten sich immer wieder befreien und setzten Nadelstiche, und so mussten die Peißenberger höllisch aufpassen, um nicht in einen weiteren Konter zu laufen.

Im zweiten Drittel ein ähnliches Bild. Die Gladiators boten eine großartige kämpferische Leistung und gingen bis an ihre Grenzen. Peißenberg probierte alles, konnte sich aber kaum Chancen herausspielen und versuchte es mit Schüssen aus allen möglichen Positionen, brachten dabei aber das Erdinger Tor nicht wirklich in Gefahr.

Die Frage vor dem Schlussdrittel lautete: Reicht die Kraft bei den Gladiators? Gleich nach Wiederanpfiff hatten die Gladiators Unterzahl, doch dank einer unglaublichen Parade von Schedlbauer und eines Lattentreffers wurde sie unbeschadet überstanden. Als Peißenberg nach einem Abstauber von Martin Andrä dann doch zum 1:2 kam (48.), behielten die Erdinger die Ruhe, und Philipp Michl schloss einen Konter zum 3:1 ab (58.). Als Peißenberg den Torwart vom Eis nahm, besorgte Lukas Krämmer mit einem Schuss ins leere Tor den 4:1-Endstand. Es war sein erster Saisontreffer.

Statistik

Tore/Assists: 0:1 (10.) Groß (Dürr, Schwarz), 0:2 (15.) Dürr (Michl, Wagner), 1:2 (48.) Andrä (Lidl, Morley), 1:3 (58.) Michl (Dürr), 1:4 (60.) Krämmer (Canic, Lorenz/5-6) – HSR: Michael Kees – Zuschauer: 600 – Strafminuten: Peißenberg 4, Erding 6.

wk

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