Tor oder nicht? Die Erdinger (grün, v. l.) Lukas Krämmer, Christoph Schedlbauer, Lars Bernhardt und Andreas Schmelcher stemmten sich den Pfaffenhofenern (v. l.) Robert Gebhardt und John Lawrence entgegen. Schiedsrichter Michael Fischer gab letztlich den Treffer zum 1:3.
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Tor oder nicht? Die Erdinger (grün, v. l.) Lukas Krämmer, Christoph Schedlbauer, Lars Bernhardt und Andreas Schmelcher stemmten sich den Pfaffenhofenern (v. l.) Robert Gebhardt und John Lawrence entgegen. Schiedsrichter Michael Fischer gab letztlich den Treffer zum 1:3. 

Eishockey-Bayernliga

Sechs-Punkte-Wochenende: Gladiators stoßen Tor zur Meisterrunde auf

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Eigentlich waren sie schon abgeschlagen, jetzt sind die Erding Gladiators wieder dabei im Rennen um Platz sechs.

Erding Wer hätte das gedacht? Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende haben sich die Erding Gladiators auf Rang sechs nach vorne geschoben und es vor dem letzten Spieltag in der Hand, diesen Platz zu verteidigen und damit in die Meisterrunde einzuziehen. Lief das 5:2 am Freitag gegen Pfaffenhofen eher unter der Rubrik Pflichtsieg, so kann man den 4:2-Erfolg beim TEV Miesbach durchaus als Sensation bezeichnen. Es war die erste Heimniederlage nach 60 Minuten für den Spitzenreiter.

„Wir waren am Anfang nicht bereit“, analysierte Pfaffenhofens Trainer Chris Heid. „Es hat ein Drittel gedauert, bis wir unsere Beine gefunden haben.“ Da lagen die Eishogs 1:3 zurück, waren im zweiten Abschnitt klar überlegen, schafften aber nur das 2:3. „Im dritten Drittel habven wir dann einen Penalty kassiert und ein Tor aus spitzem Winkel, dann war unser Akku leer“„ meinte Heid.

„Ein Spiel, das du gewinnen musst, ist immer schwierig“, meinte sein Gegenüber Thomas Vogl. Im ersten Drittel habe sein Team „klar dominiert, dann aber komplett den Faden verloren, und nach dem 2:3 sind die Knie weich geworden“. Er habe zunächst immer seine dritte Reihe gegen die erste der Pfaffenhofener spielen lassen, erklärte Vogl. Was aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe, weil so seine erste Reihe nicht richtig in Schwung gekommen sei. „Erst als ich dann im normalen Rhythmus gewechselt habe, sind wir wieder in unseren Rhythmus gekommen.“ Ein dickes Lob hatte er für Comebacker Alex Gantschnig. „Mit dem Ganscha haben wir einen Wahnsinns-Unterzahlspieler dazu bekommen, der eine unglaubliche Stabilität reinbringt.“ Tragisch sei dagegen die schwere Verletzung von Kapitän Sebastian Schwarz, der in die Bande gecheckt wurde. „Vermutlich sind ein paar Bänder in der Schulter gerissen, es könnte das Saison-Aus für ihn bedeuten“, sagte Vogl.

Nach dem Überraschungssieg in Miesbach strahlte der Coach übers ganze Gesicht. „Die Mannschaft hat sich perfekt an die taktischen Vorgaben gehalten“, resümierte Vogl. „Miesbach hat zwar dominiert, was klar war, aber wir haben keine großen Chancen zugelassen und unsere stark genutzt.“ Marc Waldhausen hatte mit dem 3:1 das 100. Saisontor erzielt, aber Mann des Spiels war Jamie Hill, der an allen vier Treffern beteiligt war. Vogls Fazit: „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft und waren der verdiente Gewinner.“

Wenn die Gladiators jetzt das Heimspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr gegen Waldkraiburg gewinnen, haben sie sich für die Meisterrunde qualifiziert.

wk

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