Wildes Durcheinander: Die fünf Erdinger (grüne Trikots, v.l.) Rudi Lorenz, Andrew Schembri, Philipp Michl, Louis Albrecht und Kevin Steiger haben Mühe, einen Selber (Jared Mudryk) abzuschirmen. foto: herkner

Gladiators verlieren 0:5 gegen Selb

Erding - Zum 14. Mal in Folge haben die Erding Gladiators gegen die Selber Wölfe verloren. Diesmal setzte es im Heimspiel ein 0:5.

Die schwarze Serie der Erding Gladiators gegen die Selber Wölfe hat weiter Bestand und wird damit immer schwärzer. Auch im 14. Spiel in Serie verließen die Oberfranken nach 60 Minuten als Sieger das Eis. Die Partie am Freitagabend in der Erdinger Eissporthalle endete 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) für die Gäste, die eine fehlerfreie Partie boten und auf der anderen Seite die Nachlässigkeiten der Gastgeber eiskalt in Tore ummünzten.

Die Gladiators spielten ohne Sieben, denn Babic, Bernhardt, Deubler, Engel, Fischer, Kreß und Pfeiffer fehlten. Dafür waren vom Förderlizenpartner Rosenheim Florian Gaschke und Max Vollmayer mit dabei. Die Gastgeber hatten sich so viel vorgenommen, doch der erste Dämpfer kam schon nach 80 Sekunden, als ein Schuss von Selbs Achim Moosberger zum 1:0 unter der Latte einschlug. Torwart Louis Albrecht hatte die kurze Ecke ein wenig zu weit offen gelassen. Die erste Erdinger Möglichkeit hatte in der 4. Minute Gaschke, doch scheiterte er an Torwart Marko Suvelo. Aber zumindest waren die Erdinger jetzt wach und hielten dagegen. Dann aber Glück für die Gladiators, als Kyle Piwowarczyk bei einem Break nur die Latte traf.

Die Gladiators hatten eine Powerplaychance ungenutzt verstreichen lassen, dann hatten die Selber Überzahl und kamen prompt zum 2:0 durch Dan Heilman (14.). Ärgerlich aus Erdinger Sicht war, dass sie sich in Unterzahl hatten auskontern lassen. Damit war der Elan der Samanski-Schützlinge erst einmal gebremst.

Der zweite Abschnitt wurde etwas verbissener geführt. Das wurde gleich nach wenigen Minuten deutlich, als sich Erdings Andrew Schembri und Gästespieler Mark Dunlop eine Rauferei lieferten und jeweils für 2+2 Minuten auf die Strafbank mussten. Das Tempo blieb nach wie vor hoch. In der 31. Minute leisteten sich die Erdinger in der Vorwärtsbewegung einen katastrophalen Scheibenverlust, und wieder war es Heilman, der den Konter erfolgreich abschloss. Das 0:3 hinterließ nun deutliche Spuren bei den Gladiators, die zwar weiter unverdrossen kämpften, aber einfach kein Mittel gegen die körperlich ungemein starken Wölfe fanden. Und kamen die Gastgeber wirklich einmal gefährlich vors gegnerische Tor, wie Schembri in der 35. Minute, dann fehlte das Glück im Abschluss.

Zu Beginn des Schlussdrittels marschierten kurz hintereinander gleich zwei Erdinger auf die Strafbank, doch kamen die Wölfe zunächst zu keinem weiteren Torerfolg. In der 51. Minute hatte Hauptschiedsrichter Elvis Melia, der insgesamt sehr großzügig leitete, schon wieder den Arm oben und zeigte eine Strafe gegen Erding an, da erhöhte Piwowarczyk auf 4:0. Damit war die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Oberfranken gefallen. Christopher Schadewaldt donnerte bei der nächsten Selber Überzahl den Puck an den Pfosten (53.). Die Gladiators versuchten, wenigstens noch den Ehrentreffer zu erzielen und warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch wieder liefen sie in einen Konter, den diesmal Moosberger zum 5:0-Endstand abschloss. Wolfgang Krzizok

Statistik

Tore: 0:1 (2.) Moosberger (Maaßen), 0:2 (14.) Heilman (Pauker, Schiener/5-4), 0:3 (31.) Heilman, 0:4 (51.) Piwowarczyk (Hendrikson, Mudryk), 0:5 (58.) Moosberger (Maaßen, Dunlop). - Zuschauer: 750. - HSR: Elvis Melia. - Strafminuten: Erding 16, Selb 10.

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