Zwei ganz bittere Niederlagen mussten die Erding Gladiators am Wochenende einstecken. Dem 3:7 gegen Passau folgte ein 5:6 in Landsberg.
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Zu früh gejubelt: Die Gladiators freuen sich über das 1:0 gegen Passau, am Ende stand es 3:7.

Gegen Passau und Landsberg

Nackenschläge für Gladiators: Zwei vermeidbare Niederlagen

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Zwei ganz bittere Niederlagen mussten die Erding Gladiators am Wochenende einstecken. Dem 3:7 gegen Passau folgte ein 5:6 in Landsberg.

Erding – Zwei ganz bittere Niederlagen mussten die Erding Gladiators am Wochenende einstecken. Dem 3:7 gegen Passau, bei dem das Schiedsrichtergespann seinen Teil beitrug, folgte ein 5:6 in Landsberg, das unglücklicher nicht hätte sein können. Viel schlimmer aber wiegen die Verletzungen von Torwart Christoph Schedlbauer und Stürmer Philipp Michl.

Am Freitag hatte sich scheinbar alles gegen die Gladiators verschworen. Erst verletzte sich Keeper Schedlbauer schwer und musste beim Stand von 1:0 für Erding vom Eis. Er erlitt einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und muss rund drei Wochen pausieren. Im Mittelpunkt stand aber das Schiedsrichtergespann, das komplett überfordert war und die Gladiators in entscheidenden Szenen benachteiligte.

Durchschnittliche Torwartleistung reicht in dieser Runde nicht

„Das war ein wildes Spiel von beiden Seiten, und ich habe auch drei Schiedsrichter gesehen, die vogelwild waren“, meinte Passaus Trainer Heinz Feilmeier in der Pressekonferenz. Vor allem im Schlussdrittel sei dann „zu viel Unruhe bei Erding dringewesen“, sagte er. Letztlich sei der Sieg seiner Mannschaft zu hoch ausgefallen.

Ähnlich sah es Erdings Interims-Coach Stefan Teufel, der den erkrankten Thomas Vogl vertrat. Man habe mit drei Mittelstürmern und acht Außenpaaren agiert. Anfangs habe sich das Team „zu hundert Prozent an den Gameplan gehalten, dann aber gab es einen Bruch im Spiel“. Was die Schiedsrichter betraf, meinte er: „Jeder versucht seinen Job zu machen.“ Seine Mannschaft hätte versuchen müssen, „die Emotionen zu unterdrücken“, sagte Teufel. Die Verletzung von Schedlbauer sei bitter. Man habe gesehen, dass es in dieser Runde einer herausragenden Torwartleistung bedürfe, um zu bestehen: „Eine durchschnittliche reicht nicht.“

Viel Pech gegen Landsberg

Am Sonntag in Landsberg stand dann wieder Vogl hinter der Bande, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft eine 5:3-Führung aus der Hand gab, um in der letzten Minute noch 5:6 zu verlieren. „Die richtigen Worte zu finden, ist schwierig“, meinte er in der Pressekonferenz. „Das Spiel dürfen wir nie verlieren.“ In der letzten Minute hatte er seine „fünf routiniertesten Spieler auf dem Eis“. In der Kabine seien dann auch deutliche Worte gefallen. Sein Fazit: „Wenn du Landsberg so einlädst, dann hast du es nicht verdient.“

Die personelle Situation sei bitter. Neben Sebastian Schwarz („Der beste Verteidiger der Liga – unser Quarterback“) werde auch Torwart Schedlbauer („Einer der Top-Drei-Keeper der Liga“) schmerzlich vermisst, „aber wir müssen klar kommen mit dem, was wir haben“. Zudem bangt der Gladiators-Trainer um seinen Stürmer Michl, der mit massiven Leistenproblemen ins Krankenhaus musste. Hier steht der Befund noch aus.

Wolfgang Krzizok

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