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Das 4:0: Florian Zimmermann (l.) und Daniel Krzizok bejubeln den nächsten Treffer. 

Eishockey Bayernliga

Erding siegt 9:2: Schnelle Führung, tolles Schlussdrittel

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Gladiators erteilen kampfstarken Schweinfurtern eine Lektion.

VON DIETER PRIGLMEIR UND CHRISTIAN SEELING

Erding– Die vier Volltreffer zwischen der 5. und 13. Minute waren Gold wert. Die Erding Gladiators gewannen am Freitagabend gegen die Schweinfurt Mighty Dogs mit 9:2 (4:0, 1:2, 4:0) Toren. Im Mitteldrittel war es allerdings nochmal eng geworden.

Die Partie startete mit einem schönen Comeback. Konstantin Mühlbauer stand nach eineinhalb Jahren Pause erstmals wieder auf dem Eis. Er half den Erdingern aus der Bredouille, die nur noch fünf Verteidiger aufbieten konnten, weil neben einigen Verletzten auch noch Basti Cramer fehlte, der für die U 20 abgestellt wurde. In der Offensive kam Philipp Spindler wieder zurück, der in der 5. Minute die Erdinger Führung vorlegte. Im Nachschuss war schließlich Sebastian Lachner erfolgreich.

Das war bitter für die Gäste, die anfangs leichte Feldvorteile hatten, ohne aber zu Chancen zu kommen. Und nach zehn Minuten lagen sie schon 0:2 hinten. Florian Zimmermann war noch gescheitert, aber Christian Poetzel ließ sich nicht zweimal bitten. In diesem Tempo ging es weiter. Martin Dürr veredelte eine tolle Kombination In Überzahl über Dominic Canic und Philipp Michl zum 3:0 (12.). Schweinfurt war nicht zu beneiden, denn es wurde auch nicht besser, als jeweils nur vier Spieler auf dem Eis standen. Daniel Krzizok stocherte die Scheibe, die hinter dem Goalie liegen geblieben war, zum 4:0 über die Line (13.). Alle durften sich in diesem ersten Drittel auszeichnen, auch Erdings Torhüter Christoph Schedlbauer, der bereits am Boden liegend, gegen die Schweinfurter rettete – ein super Save. Aber auch sein Gegenüber Philipp Schnierstein zeigte bei einem Krzizok-Hammer seine Klasse.

Die Schweinfurter kamen entschlossen aus der Kabine, erspielten sich viele Torchancen, die allesamt Schedlbauer entschärfte. Erding erging es nicht besser. Oliver Wawrotzki vergab gleich zweimal. Sebastian Schwarz scheiterte nach feinem Poetzel-Pass frei vor Schnierstein. Canic bekam bei einem Check die fränkische Härte zu spüren. Und nach all dem Gebelle bissen die Mighty Dogs dann doch zu. Zuerst traf Jonas Manger zum 1:4 (31.), dann jagte Lucas Kleider die Scheibe in den Winkel zum 2:4 (38.). Die Antwort gab Michl in 4-3-Überzahl. Dank seines Treffers zum 5:2 ging man etwas beruhigter in die zweite Drittelpause.

Und dann machten die Erdinger mit einem Doppelschlag alles klar. Wieder nutzten die Erdinger eine Überzahl. Dürr veredelte eine Vorlage von Michl zum 46:2. Und noch in der selben Minute legte Lachner zum 7:2 nach (44.). Jetzt zauberten die Gastgeber und vergaben einige Chancen, ehe Lachner zum 8:2 zuschlug (49.). Zweimal hatte Spindler vorgelegt. Den Schlusspunkt zum 9:2 setzte Poetzel.

Statistik

Tore/Assists: 1:0 (4:16), Lachner (Spindler), 2:0 Poetzel (9:26) Zimmermann, Lorenz), 3:0 (11:26/5-4) Dürr (Michl, Canic), 4:0 (12:20) Krzizok (Waldhausen, Zimmermann), 4:1 (30:08) Manger (Kouba) 4:2 (37:03) Kleider (Murray), 5:2 (38:43) Michl, 6:2 (43:27) Dürr (Canic, Michl/5-4), 7:2 (43:43) Lachner (Spindler, Krämmer), 8:2 (48:48) Lachner (Spindler), 9:2 (59:56) Poetzel – HSR: Kees – Zuschauer:: 515Strafminuten: TSV 14, Schwe. 18.

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