Das Trainer-Dreigestirn (v. l.) Stefan Teufel, Thomas Vogl und Robert Steinmann soll für einen Schub sorgen. F.: TSV
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Das Trainer-Dreigestirn (v. l.) Stefan Teufel, Thomas Vogl und Robert Steinmann soll für einen Schub sorgen. F.: TSV

EISHOCKEY

„Erding soll wieder Talentschmiede werden“

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Die neue Abteilungsleitung des TSV Erding rückt den Nachwuchs in den Fokus. Der Vertrag mit Trainer Thomas Vogl wurde verlängert.

Erding – Die „Goldenen Jahrgänge“ 1985 bis 1990 der Erdinger Eishackler, die damals unter Hans Huber und Franz Steer geformt worden waren und jetzt den Stamm der Gladiators bilden, kommen langsam in die Jahre. Eigentlich sollten jetzt schon die 2000er-Jahrgänge nachrücken, doch allzu viele junge Burschen haben in letzter Zeit nicht den Sprung geschafft. Einzige feste Größe bei den Gladiators ist derzeit Bastian Cramer (2000). Andere Nachwuchsspieler sind bislang über Kurzeinsätze nicht hinausgekommen. Das soll jetzt anders werden.

„Wir stellen die Nachwuchsarbeit strategisch auf neue Beine und lösen die bislang vorhandene Einbahnstraßensituation auf, die es Nachwuchsspielern sehr schwer macht, den Sprung in die erste  Mannschaft zu schaffen“, sagt der neue Eishockey-Abteilungsleiter Michael Westphal.

Mit Gladiators-Coach Thomas Vogl, dem hauptamtlichen TSV-Nachwuchstrainer Stefan Teufel und dem bewährten Übungsleiter Robert Steinmann hat die Abteilungsleitung das neue Förderkonzept ausgearbeitet, laut Westphal mit dem Ziel: „Erding soll wieder Talentschmiede werden.“

Erster Schritt war die Vertragsverlängerung mit Thomas Vogl. Er wird auch in der Saison 2021/22 hinter der Gladiators-Bande stehen. „Ich freue mich auf die neue Saison und die Zusammenarbeit mit der neuen Abteilungsleitung“, sagt der Coach und schwärmt: „Ich denke, wir werden mit der Abteilungsleitung in eine neue Epoche starten – und davon will ich ein Teil sein.“ Der 44-Jährige erklärt selbstbewusst: „Unsere sportlichen Ziele sind noch nicht am Ende. Mit der Mannschaft will ich ehrgeizige Ziele verfolgen. Die letzten beiden Jahre konnten wir pandemiebedingt nicht zeigen, was alles in der Mannschaft steckt.“ Er hoffe sehr, dass die Saison wieder normal ablaufen könne. „Die letzten beiden Jahre waren für Spieler als auch für Trainer sehr hart, da wir nicht zeigen konnten, wozu wir im Stande gewesen wären“, betont Vogl.

Die U 20-Mannschaft, den direkten Unterbau der Gladiators, übernimmt der 44-jährige Robert Steinmann, der in seiner aktiven Zeit fast 400 Spiele im Erdinger Trikot absolviert hat. Er hatte die U 20, die in der Bayernliga antritt, schon mal unter seinen Fittichen, war aber vergangene Saison U 17-Trainer.

Besonderheit wird laut der Abteilungsleitung „die gemeinsame Trainingskonzeption zwischen der U 20-Young-Gladiators- und der Seniorenmannschaft, denn die U 20-Spieler werden in drei Perspektivspielergruppen eingeteilt“. Die Spieler der Gruppe 1 werden ab Beginn der neuen Saison regelmäßig ins Training der 1. Mannschaft eingebunden. Vogl, Steinmann und Teufel „haben sich auf eine gemeinsame Strategie geeinigt, die verschiedene Punkte der Integration der Jugendspieler umfasst“, teilt die TSV-Abteilungsleitung mit. Diese werde im gemeinsamen Austausch zu bestimmten Zeitpunkten überprüft und kontinuierlich angepasst. „Alle drei verfolgen das Ziel, die U 20-Spieler in den kommenden Jahren zu festen Bestandteilen der Gladiators-Mannschaft heranzuziehen und einzusetzen.“ Wichtig sei, „dass der Leistungsgedanke und der maximal sportliche Erfolg der Senioren-Mannschaft im Vordergrund stehen“.

Vogl erzählt in diesem Zusammenhang, „dass wir zwar den Stamm halten wollen, aber den Kader verkleinern werden, damit die jungen Spieler mehr Möglichkeiten haben, sich reinzuspielen“. Das Team werde aber dadurch keinesfalls schwächer, „denn ein bis zwei Verstärkungen wird es geben“, kündigt der Gladiators-Coach an.

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