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Auch Christoph Schedlbauer konnte die Niederlage nicht verhindern.

Eishockey

Erdinger Pleite in Königsbrunn

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Ersatzgeschwächte Gladiators bekommen erste Reihe der Schwaben nicht in Griff

 Königsbrunn/Erding– Herber Rückschlag für die Erdinger Eishackler. Die Gladiators verloren am Freitagabend 4:7 (1:3, 2:3, 1:1) beim EHC Königsbrunn, weil sie dem Gegner das Toreschießen viel zu leicht machten.

Erdings Trainer Thomas Vogl konnte nicht seinen stärksten Kader aufbieten. Neben dem beruflich verhinderten Philipp Michl fehlten die verletzten Lars Bernhardt, Xaver Magg und Sebastian Lachner sowie der erkrankte Christian Poetzel. So musste er drei Sturmreihen bilden, die so noch nie zusammengespielt hatten. Unter anderem agierte Verteidiger Mark Waldhausen im Angriff.

Königsbrunn dagegen konnte in Bestbesetzung antreten – und das merkte man. Schon nach 13 Sekunden jagte Jakub Sramek den Puck zum 1:0 für die Pinguine unter die Latte. Nach gut zwei Minuten die große Chance zum Ausgleich: Nach Foul an Florian Zimmermann gab es Penalty für Erding, doch scheiterte Rudi Lorenz an Torhüterin Jennifer Harß. Drei Minuten danach aber doch der Ausgleich, als Martin Dürr in Überzahl erfolgreich war. In der Folge war es dann aber vor allem die erste Königsbrunner Sturmreihe, die der Partie den Stempel aufdrückte, und vor der Gladiators-Trainer Vogl gewarnt hatte. Der überragende Tscheche Sramek hatte zweimal das 2:1 auf dem Schläger, einmal scheiterte er an Christoph Schedlbauer, einmal schoss er freistehend am Tor vorbei. Doch in der 10. Minute war er doch zur Stelle und erzielte das 2:1. Nur eine gute Minute später legte Schedlbauer eine Glanzparade gegen Sramek hin, doch staubte Elias Maier zum 3:1 ab. Bis zur Pause waren die Gastgeber dem 4:1 näher, unter anderem hatten sie zweimal Überzahl, doch Schedlbauer war nicht mehr zu überwinden.

Das zweite Drittel begannen die Königsbrunner in Überzahl, und nach grandioser Vorarbeit von Sramek drückte Julian Becher den Puck zum 4:1 über die Linie. Aber die Gladiators kamen zurück. Nur 59 Sekunden danach landete ein Schrägschuss von Waldhausen unter Mithilfe von Torfrau Harß zum 2:4 im Netz. Oliver Warotzki hatte die Riesenmöglichkeit zum 3:3, als er alleine auf Harß zulief, sie aber nicht überwinden konnte (25.). Anschließend hatten die Erdinger Überzahl. Als Daniel Krzizok aus dem Gewühl heraus den Puck zum 3:4 ins Netz setzte, war die Partie wieder offen (28.).

In dieser Phase versäumten es die Gladiators aber, nachzusetzen, und wurden bestraft. Wie aus dem Nichts traf Yannik Reuß zum 5:3 (34.). Und als Dominic Auger nach Sramek-Pass zum 6:3 vollendete, war die Erdinger Aufholjagd jäh gestoppt.

Im Schlussabschnitt stellte Vogl die Sturmreihen um und hatte zunächst Erfolg, weil Lorenz ein tolles Solo zum 4:6 abschloss. Doch nur 23 Sekunden später schlug ein Reuß-Schuss zum 7:4 unter der Latte ein. Diesen Drei-Tore-Vorsprung verwalteten die Pinguine bis zum Schluss.

Statistik

Tore/Assists:1:0 (1.) Sramek (Maier), 1:1 (6.) Dürr (Zimmermann, Canic/5-4), 2:1 (10.) Sramek (Trupp, Hermann), 3:1 (11.) Maier (Sramek, Trupp), 4:1 (22.) Becher (Sramek, Auger/5-4), 4:2 (23.) Waldhausen), 4:3 (28.) Krzizok (Waldhausen, Lorenz/5-4), 5:3 (34.) Reuß (Lieb), 6:3 (38.) Auger (Sramek, Trupp) 6:4 (44.) Lorenz (Waldhausen), 7:4 (45.) Reuß (Strehler, Auger) - HSR: Martin Grech - Zuschauer: 300 - Strafminuten: EHC 8, Erding 8.

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