Mit vereinten Kräften: Gemeinsam bereinigen die Gladiators (v. r.) Florian Engel, Patrick Ashton und Daniel Kreß die Situation. Foto: Herkner

Füssen geht im Gladiators-Endspurt unter

Erding - Mit einem fantastischen Schlussspurt haben die Erding Gladiators am Freitagabend gegen den EV Füssen einen 0:2-Rückstand noch in einen 5:2-Sieg (0:1, 0:0, 5:1) verwandelt.

Erdings Trainer John Samanski musste auf die verletzten Bernd Rische und Daniel Krzizok verzichten, ansonsten waren alle Mann an Bord. Die erste Möglichkeit für die Gastgeber ergab sich nach knapp drei Minuten, als Daniel Kreß von der blauen Linie schoss, Florian Brenninger in der Luft abfälschte, aber der Puck hauchdünn am Tor von Andre Irrgang vorbeiflog.

Den ersten Jubel gab es dann aber auf der Gegenseite. In Überzahl war Tim Richter mit einem Schrägschuss zum 1:0 für die Allgäuer erfolgreich. Trotz der Führung zogen sich die Gäste nicht zurück, sondern marschierten weiter nach vorne, und Erdings Torwart Patrick Ashton hatte richtig viel zu tun. Nachdem die Gladiators eine weitere Unterzahl unbeschadet überstanden hatten, folgte die erste Erdinger Überzahl. Hier hatte Alex Gantschnig den Ausgleich auf dem Schläger, doch Irrgang hielt großartig (14.). Als kurz darauf wieder Powerplay für Füssen angesagt war, leistete sich John Gordon in der neutralen Zone einen Scheibenverlust, Florian Zimmermann lief alleine aufs EVF-Tor zu, doch wieder blieb Irrgang Sieger (18.). Schließlich hatten die Allgäuer auch noch Glück, als bei einer unübersichtlichen Situation ein Verteidiger den Puck von der Linie kratzte.

Kurz nach Wiederanpfiff die nächste erstklassige Chance für Erding, doch Florian Brenninger schoss am Tor vorbei. Und eine Minute später landete ein Gantschnig-Schuss am Pfosten. Jetzt wackelten die Füssener, und die Gladiators spielten endlich so schwungvoll, wie es die Fans von Anfang an erhofft hatten, aber immer wieder war bei Irrgang Endstation. Pech für die Gastgeber in der 34. Minute, als der Schiedsrichter dachte, Irrgang hätte den Puck, und abpfiff. Dabei lag die Scheibe frei da, Brandon Nunn hatte sie ins Tor geschoben, doch zuvor kam der Pfiff und der Treffer zählte nicht. So stand es auch nach 40 Minuten noch 1:0 für Füssen.

Im Schlussdrittel wollten die Gladiators anfangs zu viel, rannten nach vorne und achteten zu wenig auf die Defensive. Zweimal rettete Ashton gegen Christian Mayr (42.) und Eric Nadeau (46.), doch gegen Björn Friedl war er schließlich machtlos (47.). Aber Erding steckte nicht auf, und in der 52. Minute war es Nunn, der auf 1:2 verkürzte. Als Gantschnig in der 55. Minute mit einem tollen Kabinettstückchen das 2:2 gelang, war die Partie wieder offen, und nur 76 Sekunden später brachte Nunn mit genialer Einzelleistung die Gladiators 3:2 in Führung. Als Zimmermann 69 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor das 4:2 gelang und Ales Jirik 44 Sekunden später noch das 5:2 machte, war Erdings Glückseligkeit perfekt.

Statistik

Tore: 0:1 (6.) Richter (Schöpf/5-4), 0:2 (47.) Friedl (Golts), 1:2 (52.) Nunn (Schwarz, Gantschnig), 2:2 (55.) Gantschnig (Jirik, Schwarz), 3:2 (56.) Nunn (Kreß), 4:2 (59.) Zimmermann (Engel, Ashton/5-6), 5:2 (60.) Jirik (Cahill, Bernhardt). - HSR: Robert Paule. - Zuschauer: 800. - Strafminuten: Erding 10, Füssen 8.

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