Schwer zu kämpfen hatten die Gladiators und ihre Torfrau Viona Harrer, ehe sie die Passauer bezwangen. foto: bauersachs

Furioser Endspurt bringt Gladiators zwei Punkte

Erding - Eine schwache Vorstellung boten die Erding Gladiators am Sonntag gegen Passau. Dank einer furiosen Schlussphase reichte es beim 4:3 nach Penaltyschießen (0:2, 1:1, 2:0; 1:0) dennoch zu zwei Punkten.

Einen Verletzten hatten die Gastgeber unmittelbar vor der Partie zu beklagen. Beim Warmmachen prallte ein Schuss vom Pfosten ab, genau ins Gesicht von Verteidiger Manuel Kindl, der sich eine blutende Wunde im Gesicht zuzog und nicht spielen konnte.

Nach fünf Minuten gab es die erste Großchance für die Gladiators, doch Christian Poetzel scheiterte an Passaus Torwart Christoph Zawatsky, der den verletzten Martin Cinibulk vertrat. In der 10. Minute hatte Ales Jirik das 1:0 auf dem Schläger, aber wieder blieb Zawatsky Sieger.

Umso überraschender fiel die Passauer Führung, als Daniel Bucheli das Bully gewann und Igor Bacek vollstreckte (12.). Eine Minute später stand es sogar 2:0 für die Gäste. Stephan Stiebinger hatte aus kurzer Distanz getroffen. Jetzt waren die Erdinger komplett von der Rolle und brachten unter anderem bei einminütiger doppelter Überzahl keinen einzigen Torschuss zustande.

Das Mitteldrittel begann mit einem Erdinger Sturmlauf. Stefan Peipe hatte zweimal das 1:2 auf dem Schläger, besorgt hat es schließlich Alex Gantschnig (26.). Doch prompt luden die Gladiators die Gäste wieder zum Toreschießen ein. Stiebinger scheiterte bei einem Break zunächst an Torhüterin Viona Harrer, doch in der nächsten Aktion brachte Ibrahim Weißleder im vierten Nachschuss den Puck zum 3:1 unter. Damit war der Schwung der Gastgeber dahin. Die einzige Chance zum 2:3 hatte Felix Kürten, als er von der Strafbank kommend allein aufs Tor zulief, aber an Zawatsky scheiterte (38.).

Im Schlussdrittel war die Partie noch zerfahrener, beide Teams hatten oft Überzahl, doch Zählbares sprang nicht heraus.

Die letzte Minute entschädigte dann für vieles. Trainer Markus Knallinger nahm seine Torhüterin vom Eis,k und es passierte das schier Unfassbare: 40 Sekunden vor Schluss wuchtete Gantschnig den Puck zum 2:3 ins Netz, und 24 Sekunden später glich Rudi Lorenz zum 3:3 aus. Nach torloser Verlängerung versenkte dann Florian Engel den entscheidenden Penalty. (wk)

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