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Die Entscheidung: Daniel Krzizok (l.) bejubelt euphorisch den 6:5-Siegtreffer für die Gladiators 161 Sekunden vor Schluss. Die Passauer (v. l.) Patrick Geiger, Clemens Ritschel und Christoph Gawlik sind bedient. 

Eishockey

Gladiators auf der Überholspur

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Nach einem Sechs-Punkte-Wochenende steht Erding jetzt auf Tabellenplatz vier.

Erding – Die Erding Gladiators haben gerade das, was man gemeinhin einen Lauf nennt. Fünf Siege hat die Mannschaft von Thomas Vogl in den letzten sechs Spielen eingefahren, steht jetzt auf Rang vier und hat sogar noch die Chance auf die Bayerische Meisterschaft. Diesen Titel gewinnt der bestplatzierte Bayernligist in der Oberliga-Verzahnungsrunde. Das ist im Moment Passau mit vier Punkten Vorsprung. Bei den Blackhawks feierten die Gladiators einen 6:5-Erfolg, nach 0:4-Rückstand, wobei die Passauer selbst für die größt- mögliche Motivation bei den Erdingern gesorgt hatten.

Schon am Freitag hatten die Erdinger eine Aufholjagd hingelegt, machten aus einem 0:2 gegen Landsberg ein 5:2. „Wir haben nur einen Dosenöffner gebraucht“, erklärte Gladiators-Trainer Vogl. „Viele brechen nach einem 0:2-Rückstand ein, wir haben einfach konstant weitergespielt.“ Er wolle keinen herausheben, aber Sebastian Lachner sei für ihn der spielentscheidende Mann gewesen mit seinem Tor zum 2:2 und den Pässen zum 3:2 und 4:2. Der Einsatz des wiedergenesenen Torhüters christoph Schedlbauer sei kein Risiko gewesen. „Er ist wieder zu hundert Prozent fit“, betonte Vogl, der noch eine Parade seines Keepers heraushob, als er einen Puck hinter seinem Rücken fing und die Fans schier ausflippten: „So einen Save siehst du nicht mal in der NHL“, meinte Erdings Trainer kopfschüttelnd.

Sein Landsberger Gegenüber Fabio Carciola bekannte, dass der Erdinger Sieg verdient gewesen sei. „Nach dem 2:0 dachte ich, dass wir hier Punkte holen“, sagte Carciola. „Aber dann haben wir den Faden verloren und zu viele individuelle Fehler gemacht.“ Landsbergs Coach erkannte neidlos an: „Erding hat die 60 Minuten super runtergespielt.“

Dass die Erdinger das können, diese Erfahrung musste auch Passau machen. Bestens motiviert waren die Gladiators durch den Vorbericht auf der Blackhawks-Homepage. „Nicht einlassen werden sich die Habichte auf das oft ,schmutzige’ Spiel der Erdinger. Im Hinspiel der Aufstiegsrunde versuchten die Gladiators mehr den Schiedsrichter und die Zuschauer zu beeinflussen, als sich um ihr eigenes Spiel zu kümmern. Genau darauf werden sich die Passau Black Hawks zum Heimspiel am Sonntag nicht einlassen“, hieß es da. Zur Erinnerung: Beim Hinspiel gab es fünf strittige Torentscheidungen, die allesamt gegen Erding gefällt worden. Von den Strafminuten lautete damals das Verhältnis 30:20 für Passau, am Sonntag 26:20. Allein fünf Strafen handelten sich die Blackhawks in den letzten fünf Minuten ein, prompt machten die Gladiators aus einem 4:5 ein 6:5 – und mussten dazu nicht einmal „schmutzig“ spielen.

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