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Mit dem Meisterpokal jubeln (jeweils von links unten nach rechts oben) Tobias Fengler, Timo Borrmann, Daniel Krzizok, Georg Moser, Christian Poetzel, Ferdinand Zink, Jonas Huber und Stefan Peipe.

Das Starke Stück vom Wochenende

Gladiators im Aufstiegsrausch

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
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Erding – Vor einem Jahr gab es lange Gesichter bei den Erdinger Eishacklern, als das Oberliga-Aus und der Zwangsabstieg in die Landesliga verkündet wurden. Jetzt aber ist die Eishockey-Welt in der Herzogstadt wieder in Ordnung: Die Gladiators haben den Aufstieg in die Bayernliga geschafft.

Die Saison begann mit vielen Fragezeichen und dem ersten Testspiel gegen Bayernligist Germering, das gewonnen wurde. Dann aber wurde es eher holprig, mit einem durchwachsenen Ligastart. „Am Anfang war es für einige Spieler schwierig. Sie haben sich schwer getan mit der Umstellung von Oberliga auf Landesliga. Da wird nämlich ganz anderes Eishockey gespielt“, analysierte Trainer Petr Vorisek unmittelbar nach dem Aufstieg. „Aber dann haben wir uns zusammengesetzt, viel geredet. Das hat geklappt, und wir haben eine tolle Saison gespielt.“

Dabei begannen die Punktspiele mit einer Heimniederlage gegen Schweinfurt, und spätestens da wurde klar, dass der Aufstieg kein Selbstläufer werden würde. Aber die Mannschaft steigerte sich kontinuierlich. Das letzte Steinchen im Mosaik waren jedoch die vier Rückkehrer Timo Borrmann, Alex Gantschnig, Sebastian Lachner und Christian Mitternacht. Mit diesem Quartett bekam der Kader deutlich mehr Qualität und Tiefe. Vor- und Zwischenrunde wurden auf Platz eins abgeschlossen, im Playoff-Viertelfinale wurde Pfronten deutlich, im Halbfinale Schongau mit etwas Mühe abgefertigt.

Nach dem 8:0-Sieg im ersten Finale in Passau herrschte schon Aufstiegsstimmung im Gladiators-Lager, aber die Niederbayern erwiesen sich im zweiten Finale als zäher Gegner. „Heute sind wir ganz anders aufgetreten als am Freitag und müssen uns nicht schämen“, sagte Passaus Coach Ivan Horak nach der 2:5-Niederlage.

Während die beiden Trainer Partie und Saison noch analysierten, lief auf der Eisfläche die große Aufstiegsparty. Nach der Pokalübergabe und der Gratulation von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, Erdings OB Max Gotz, Ligenleiter Frank Butz, Playboy-Playmate Stephanie von Lindner und Eishockey-Abteilungsleiter Rainier Sabus kannte die Begeisterung bei Erdinger Spielern und Fans keine Grenzen mehr.

Eine tolle Geste lieferte der Passauer Anhang, der mit einem Sprechchor den Gladiators gratulierte und dafür viel Beifall von den über 2000 Zuschauern erhielt. Die vorbereiteten Aufstieg-T-Shirts wurden übergestreift, und dann hieß es „Eis frei“ für die Fans, die gemeinsam mit ihren Lieblingen noch eine Zeitlang feierten. Später ging es in der zur Disco umfunktionierten Kabine weiter.

Als sich Gästetrainer Horak verabschiedete, meinte er: „Ich freue mich auf nächste Saison, auf die Bayernliga-Derbys mit Erding.“ Die Passauer haben am kommenden Wochenende nämlich noch die Aufstiegschance in der Relegation und sind sicher, dass sie es packen werden. Der Gegner heißt Germering.

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