Eishockey - Verzahnungsrunde Ober-/Bayernliga

Gladiators enttäuschen auf ganzer Linie

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
    schließen

Drei wichtige Punkte haben die Erding Gladiators am Freitagabend in Passau verschenkt. Gegen ersatzgeschwächte Black Hawks zeigten sie eine enttäuschende Leistung, agierten außerdem undiszipliniert und unterlagen 2:5 (1:1, 0:2, 1:2).

Passau/Erding – Nahezu in Bestbesetzung stellten sich die Gladiators den Black Hawks aus Passau. Die Gastgeber hatten diesmal massive personelle Probleme. Trotz Neuzugang Florian Meichel aus Straubing brachten sie nur 13 Feldspieler auf die Beine – allerdings waren alle Leistungsträger dabei.

Die Gladiators erwischten einen Blitzstart. Schon nach 84 Sekunden brachte Lukas Krämmer die Erdinger nach feinem Borrmann-Pass 1:0 in Führung. Dieser Treffer war jedoch Gift für das Spiel der Gladiators, die in der Folge viel zu nachlässig agierten. Passau ließ sich nicht lange bitten, nahm das Spiel in die Hand, und hatte beste Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Dominik Schindlbeck schoss knapp vorbei (5.), und dann zeigte Jonas Steinmann eine Glanzparade gegen Roman Nemecek. Gegen den Schuss von Petr Sulcik unter die Latte war er jedoch machtlos (9.). Dann hatten die Gladiators Glück, als Nemecek (14.) und Sulcik (17.) das Erdinger Tor nur knapp verfehlten.

In der ersten Hälfte des zweiten Drittels waren die Gladiators fast ausschließlich in Unterzahl. Prompt gelang Fabian Hillmeier bei Fünf gegen Drei das 2:1 (23.). Erding fand auch in der Folge nach wie vor nicht in die Partie. Hätte Steinmann im Tor nicht einen Glanztag erwischt, hätte es ein Debakel geben können. So aber hatten die Gladiators plötzlich die Ausgleichschance, als Florian Zimmermann bei einem Unterzahl-Break gefoult wurde. Doch den fälligen Penalty vergab er (27.).

Die Black Hawks diktierten weiter die Partie, angetrieben vom bärenstarken Tschechen-Duo Nemecek/Sulcik, das gefühlte 55 Minuten Eiszeit hatte. Zimmermann hatte dann noch eine Möglichkeit, die Dominik Vetter bravourös vereitelte (37.). Aber quasi im Gegenzug erhöhte Schindlbeck auf 3:1.

Im Schlussdrittel verkürzten die Gladiators durch Borrmann schnell auf 2:3 (43.), doch gab der Treffer keinen Auftrieb. Passau spielte unbeeindruckt weiter nach vorne. Nach einem brutalen Abwehrfehler erhöhte Schindlbeck auf 4:2 (54.). In den Schlussminuten wanderten dann wieder reihenweise Erdinger auf die Strafbank, wobei einige sehr umstrittene Strafen dabei waren. So setzte Schindlbeck bei Fünf gegen Drei den Schlusspunkt mit dem Tor zum 5:2 (58.).

Statistik

Tore: 0:1 (2.) Krämmer (Borrmann), 1:1 (9.) Sulcik (Nemecek, Schindlbeck), 2:1 (23.) Hillmeier (Sulcik, Nemecek/5-3), 3:1 (38.) Schindlbeck (König, Nemecek), 3:2 (43.) Borrmann (Michl), 4:2 (54.) Schindlbeck (Hillmeier), 5:2 (58.) Schindlbeck (Sulcik, Kößl/5-3). – Zuschauer: 750. – HSR: Christoph Ober. – Strafminuten: Passau 2, Erding 22 + 10 (Mitternacht).

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare