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Gladiators können Führung nicht behaupten

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Von: Wolfgang Krzizok

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Furioser Auftakt: Bereits in der 7. Minute brachte der lange verletzte Florian Zimmermann (3. v. l.) die Gladiators 1:0 in Führung. Sein Teamkollege Daniel Krzizok (r.) jubelt mit ihm.
Furioser Auftakt: Bereits in der 7. Minute brachte der lange verletzte Florian Zimmermann (3. v. l.) die Gladiators 1:0 in Führung. Sein Teamkollege Daniel Krzizok (r.) jubelt mit ihm. © Christian Riedel

Revanche missglückt, obwohl es lange Zeit nicht danach aussah.

Erding – Vier Tage nach der 1:7-Schlappe beim TSV Peißenberg gab es am Sonntagabend für die Erding Gladiators auf eigenem Eis gegen den gleichen Gegner nach Verlängerung eine 5:6 (3:0, 2:3, 0:2; 0:1)- Niederlage. Dabei hatten die Gladiators zwischenzeitlich schon 4:1 geführt.

Erdings Trainer Thomas Vogl hatte mit Kevin Lengle und Paul Wallek wieder zwei Förderlizenz-Verteidiger aus Deggendorf zur Verfügung. Dafür fehlten nach wie vor Lars Bernhardt, Alex Gantschnig und Timo Borrmann, außerdem stand Wassilij Guft-Sokolov nicht zur Verfügung. Aber es gab auch zwei Überraschungen, denn nach mehrwöchiger Verletzungspause standen Daniel Krzizok und Florian Zimmermann – früher als erwartet – wieder auf dem Eis.

Und das sollte sich bezahlt machen, denn in der 7. Minute brachte Zimmermann die Gladiators in Führung. Die Erdinger Mannschaft war im Vergleich zu den letzten Wochen nicht mehr wiederzuerkennen. Spielfreudig und voller Selbstvertrauen entfachte sie einen unglaublichen Druck auf das von Korbinian Sertl gehütete Peißenberger Tor. Der bärenstarke Keeper hielt erstklassig, wurde dann aber von Philipp Michl zum 2:0 überwunden (10.). Und als Marko Babic nach einem Abwehrfehler alleine auf ihn zulief, musste Sertl zum dritten Mal hinter sich greifen (12.). Das mögliche vierte Erdinger Tor verhinderte er wenig später mit einer Glanzparade gegen Michael Trox. Es war nicht so, dass die Miners keine Möglichkeiten gehabt hätten, aber immer wieder warf sich ein Verteidiger dazwischen, oder Thomas Mende wehrte ab.

Die Gladiators gingen mit zwei Mann Unterzahl ins zweite Drittel, und es dauerte gerade Mal 33 Sekunden, bis Tomas Rousek zum 1:3 traf. Doch kaum waren die Erdinger wieder komplett, schloss Trox nach toller Michl-Vorarbeit zum 4:1 ab (23.).

Aber der Tabellendritte gab sich noch lange nicht geschlagen, und nach einem Peißenberger Doppelschlag von Martin Andrä in Überzahl und Neuzugang Dejan Vogl innerhalb von nur 64 Sekunden war die Partie wieder offen. Dann hatten die Miners erneut Überzahl, doch wurde Zimmermann von Mark Waldhausen auf die Reise geschickt und schloss das Break zum 5:3 ab (38.).

Auch ins Schlussdrittel gingen die Gladiators in Unterzahl, kassierten aber diesmal keinen Gegentreffer. Dafür aber in der 46. Minute, als die Gastgeber voll in einen Konter liefen, den Martin Andrä eiskalt zum 4:5 abschloss. Jetzt wurde es dramatisch. Die Partie wogte hin und her, es gab Chancen auf beiden Seiten, doch jubeln durften wieder die Peißenberg Miners, als Vogl zum 5:5 einschoss (51.).

So stand es auch nach 60 Minuten, und es ging in die Verlängerung. Und die dauerte nur knapp zwei Minuten, da setzte sich Athanasios Fissekis durch und vollstreckte zum 6:5 für Peißenberg.

Statistik

Tore/Vorlagen: 1:0 (7.) Zimmermann (Busch, Krzizok), 2:0 (10.) Michl (Trox, Babic), 3:0 (12.) Babic, 3:1 (21.) Rousek (Ebentheuer/5-3), 4:1 (23.) Trox (Michl, Waldhausen), 4:2 (29.) M. Andrä (Malzatzki, Fissekis/5-4), 4:3 (30.) Vogl (Rousek, Ondörtoglu), 5:3 (38.) Zimmermann (Michl/4-5), 5:4 (46.) M. Andrä (Rousek), 5:5 (51.) Vogl (Ondörtoglu, Rousek), 5:6 (62.) Fissekis (M. Andrä) – HSR: 300 – Zuschauer: Stefan Velkoski – Strafminuten: Erding 12, Peißenberg 4

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