Schlechte Gewinner: Obwohl ihr Team einen 6:2-Erfolg gegen Erding eingefahren hatte, zündeten Klosterseer Fans eine Rauchbombe und attackierten Ordner und Polizei. foto: (Baumann)

Gladiators-Trainer Knallinger: Lächerlich und peinlich

Erding - Erding - Null-Punkte-Wochenenden sind für die Erding Gladiators in der Oberliga nichts Neues. Aber zweimal hintereinander eine schwache Leistung abzuliefern schon.

„Da hat die Einstellung nicht gepasst, das war lächerlich und peinlich“, sagte Trainer Markus Knallinger nach dem 2:6 gegen den EHC Klostersee. „Eine solche Vorstellung wie heute geht nicht.“

Für ihn sei der Einbruch ein Rätsel, da die Mannschaft unter der Woche gut trainiert habe. Solche Spiele gegen den direkten Tabellennachbarn müsse man eigentlich gewinnen. Dass sich aber seine Mannschaft schon aufgegeben und die Saison abgehakt habe, wollte Knallinger so nicht stehen lassen. „Jedes Spiel muss mit dem nötigen Elan angegangen werden“, erklärte der Trainer. „Die Mannschaft darf nicht einfach nur ihren Stiefel runterspielen, sondern muss immer ihr Bestes gaben, denn das ist sie den treuen Fans einfach schuldig.“

Während die Gladiators-Fans enttäuscht von dannen zogen, benahm sich der Klosterseer Anhang richtig daneben. Als einige junge Grafinger eine Rauchbombe in der Eishalle zündeten, und Erdinger Ordner diese entfernen wollten, kam es zu Handgreiflichkeiten. Diese setzten sich auch noch außerhalb der Halle fort. Selbst die herbeigerufene Polizei wurde noch attackiert (wir berichteten).

Friedlich blieb es am Sonntag in Deggendorf, zu wenig Brisanz war in der Partie. Die Gladiators hätten beim 2:6 nur eine Chance gehabt, wenn sie gegen die starken Niederbayern ihre wenigen Tormöglichkeiten konsequent genutzt hätten. Am Ende war es Torhüterin Viona Harrer zu verdanken, dass sich die Niederlage in Grenzen hielt. „Wir waren nicht in der Lage, das Tempo mitzugehen“, sagte Knallinger. „Deggendorf war geistig beweglicher und schneller.“

Der Gegner habe letztlich recht einfach gespielt und aus jeder Lage versucht, den Puck zum Tor zu bringen, während sein Team „immer ums Tor rum“ gespielt habe. „Es ist traurig, aber wir müssen wieder daran arbeiten, die einfachen Dinge zu machen, dann werden wir auch wieder punkten“, glaubt der Gladiators-Trainer. „Jeder muss halt das machen, was er kann.“

Im Hinblick auf die kommende Saison gab Erdings Bandenchef einigen Akteuren, die es besonders an der Einstellung hatten mangeln lassen, eine recht deutliche Warnung mit auf den Weg. „Ich werde zwar öffentlich keine Namen nennen“, sagte Knallinger. „Aber einige Spieler sollten nicht glauben, ihnen kann nichts passieren, nur weil sie Erdinger sind und seit Jahren in Erding spielen.“ (wk)

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