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Gladiators verlieren 2:4 in der Sonthofener Kühltruhe

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Erding - Die Erding Gladiators haben das letzte Punktspiel im Jahr 2010 verloren. Beim ERC Sonthofen setzte es für den Bayernliga-Spitzenreiter eine 2:4-Niederlage (1:2, 0:1, 1:1).

„Ich weiß nicht, ob das gesund ist?“, fragte sich Michael Schneider. Der Gladiators-Pressesprecher spielte damit auf die eisigen Temperaturen im halboffenen ERC-Stadion an. Minus 20 Grad zeigte das Thermometer an, oder wie es Schneider formulierte: „Gefühlte 60 Grad unter Null.“

In der Sonthofener Kühltruhe kamen die an die Kälte offenbar gewöhnten Gastgeber zunächst besser zurecht. In den ersten gut drei Minuten lief dreimal ein Allgäuer alleine auf das Tor von Viona Harrer zu, beim dritten Mal war sie schließlich gegen Adrian Hack machtlos. Nur 40 Sekunden später erhöhte Marc Sill auf 2:0, woraufhin Erdings Trainer Petr Vorisek sofort eine Auszeit nahm. Und es schien zu wirken, denn nach gut sechs Minuten verkürzte Ales Jirik in Überzahl, nach Pass von Timo Borrmann, auf 1:2. In der Folge gab es einige recht gut Chancen auf beiden Seiten, mit einem leichten Übergewicht für Sonthofen.

Der zweite Abschnitt verlief dann recht ausgeglichen. Beide Teams agierten allerdings vorsichtiger, so dass es kaum Torchancen gab. Im Spiel Vier gegen Vier zogen die Allgäuer dann allerdings auf 3:1 davon. Gegen einen Erdinger war eine Strafe angedeutet, Sill zog von der blauen Linie ab, und der Puck fand den Weg ins Tor (31.).

Sonthofen zog sich nun etwas zurück und verteidigte das eigene Tor sehr rustikal, allerdings meinte es Hauptschiedsrichter Peter Reiter sehr gut mit den Allgäuern und übersah laut Schneider „einige dreckige Stockfouls“. Für den ziemlich angefressenen Gladiators-Pressesprecher war deshalb bereits zu diesem Zeitpunkt klar: „Hier werden wir nicht mehr gewinnen.“

Und er sollte schließlich recht behalten, auch wenn die Gladiators im Schlussdrittel klar die bessere Mannschaft waren. Bei den leicht ersatzgeschwächten Allgäuer - mit Cech und Wittig waren zwei Leistungsträger gesperrt - schwanden langsam die Kräfte. Und dann waren die Erdinger tatsächlich wieder im Spiel: Nach einer schönen Kombination über Sebastian Lachner und Stefan Peipe vollendete Axel Schütz zum 2:3 (56.).

In der Schlussphase setzte Gladiators-Trainer Vorisek dann alles auf einen Karte und nahm seine Torhüterin für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch 15 Sekunden vor Schluss traf Sill zum entscheidenden 4:2 ins verwaiste TSV-Gehäuse. Pressesprecher Schneiders grantiges Fazit lautete: „Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir mit einem normalen Schiedsrichtergespann hier gepunktet hätten.“ (wk)

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