Eishockey

Misslungener Auftakt für die Gladiators

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Der TSV Erding verliert sein erstes Spiel der Verzahnungsrunde 3:6 beim EV Füssen.

Füssen/Erding– Nach einer Serie von neun Siegen in Folge hat es die Erding Gladiators erwischt. Zum Auftakt der Oberliga-Verzahnungsrunde unterlag die Truppe von Trainer Topi Dollhofer am Freitagabend beim EV Füssen mit 3:6 Toren (0:2, 1:4, 2:0).

Die Füssener traten nahezu in Bestbesetzung an – nur der gesperrte Lubos Velebny war nicht dabei. Bei Erding fehlten Lukas Krämmer, Sebastian Lachner und Christian Mitternacht. Die Gladiators waren bereits um 14.15 Uhr losgefahren, um ja pünktlich zu sein. Und es klappte problemlos, weil kaum Schnee fiel und die Straßen frei waren. Schlimmer erwischte es den Fanbus, der im einsetzenden Schneegestöber von einem Stau zum nächsten rollte und erst in der ersten Drittelpause eintraf. Da stand es bereits 2:0 für die Füssener.

Die Gastgeber entfachten von der ersten Minute an Druck und hatten in der 4. Minute dazu noch Glück, als ein Querschläger genau vor den Schläger von Marius Keller prallte, der mühelos zum 1:0 vollstreckte. Gladiators-Torwart Jonas Steinmann war ohne Chance. Seine Klasse stellte er jedoch in der 8. Minute unter Beweis, als bei einem Break Tobias Meier alleine auf ihn zulief, er dessen Schuss aber entschärfte. Den Gladiators fiel nicht viel ein gegen die gut stehende EVF-Abwehr. Nur bei einer Überzahl wurde es gefährlich, und da benötigte Füssens Schlussmann Benedikt Hötzinger eine ordentliche Portion Glück bei zwei verdeckten Schüssen.

Dann aber waren wieder die Gastgeber an der Reihe. Ein Powerplay spielten die Füssener perfekt, und Erich Nadeau besorgte das 2:0 (10.). Nach einer Viertelstunde wurde es nochmal turbulent. Marius Klein scheiterte an Steinmann, und im Gegenzug entschärfte Hötzinger einen Schuss von Florian Fischer.

Die wie aufgedreht spielenden Füssener stellten anfangs des zweiten Abschnitts die Weichen endgültig auf Sieg. In der 23. Minute traf der 44-jährige Nadeau zum 3:0, und zwei Minuten später erhöhte der 41-jährige Ron Newhook auf 4:0. Gladiators--Trainer Dollhofer nahm eine Auszeit, die jedoch kaum fruchtete. Die Allgäuer dominierten weiter. Doch als nach einem schnellen Break Marco Deubler einen Feilmeier-Pass zum 1:4 verwertete, schien das den Erdingern Auftrieb zu geben. Aber die Füssener antworteten mit einem Doppelschlag von Keller (37.) und Markus Vaitl (38.) zum 6:1.

Die Entscheidung war natürlich längst gefallen, aber die Gladiators ließen sich nicht hängen. Nach perfektem Pass von Mathias Jeske schloss Florian Zimmermann eiskalt zum 2:6 ab (53.). In Überzahl verkürzte Rudi Lorenz mit einem satten Schuss von der blauen Linie sogar noch auf 3:6 (58.). So können sich die Erdinger damit trösten, wenigstens das letzte Drittel gewonnen zu haben.

Statistik

Tore: 1:0 (4.) Keller (Besl), 2:0 (10.) Nadeau (Simon, Newhook/5-4), 3:0 (23.) Nadeau (Klein), 4:0 (26.) Newhook (Besl/5-4), 4:1 (34.) Deubler (Feilmeier, Fischer), 5:1 (37.) Keller, 6:1 (38.) Vaitl (Newhook (Dropmann), 6:2 (53.) Zimmermann (Jeske, Schwarz), 6:3 (58.) Lorenz (Deubler, Feilmeier/5-4). – HSR: Michael Kees. – Zuschauer:.850. – Strafminuten: Füssen 6, Erding 6..

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